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Die Weihnachtssternsaison beginnt

01.12.2019

Es ist wieder soweit: Die ersten Weihnachtssterne erobern in diesen Tagen die Auslagen der Blumengeschäfte und sorgen für bunte Farbtupfer im trüben Herbstgrau. Mit rund 36 Millionen verkauften Pflanzen allein in Deutschland war der prachtvolle Winterblüher auch in den letzten Wochen des Jahres 2016 der absolute Verkaufsschlager unter den blühenden Zimmerpflanzen. Rund 110 Millionen Euro gaben die Deutschen im vergangenen Jahr für Weihnachtsterne aus. Zu verdanken hat die Pflanze ihren Erfolg nicht nur ihrer Vielfalt und Farbenpracht, sondern auch der prägnanten Sternen-Form ihrer Hochblätter, die sie zu einem der wichtigsten Symbole in der Advents- und Weihnachtszeit machen.


Foto: copyright Stars for Europe
Mit einem Marktanteil von zehn bis elf Prozent belegte der Weihnachtsstern im Gesamtranking der blühenden Zimmerpflanzen auch 2016 wie bereits in den vergangenen Jahren den zweiten Platz. Überflügelt wurde er lediglich von der Orchidee, deren Marktanteil bei etwa 30 Prozent lag. Während die Orchidee jedoch das ganze Jahr über erhältlich ist, umfasst der Verkaufszeitraum des Weihnachtssterns nur wenige Wochen. Im letzten Quartal liegt der schöne Weihnachtsbote in der Verbrauchergunst daher unangefochten vorn.

Roter Klassiker am beliebtesten

Obwohl es Weihnachtssterne mittlerweile in zahlreichen Farbtönen gibt, bleiben die roten Varianten mit weitem Abstand am beliebtesten. 2016 waren rund 85 Prozent aller in Deutschland verkauften Sterne rot. Der Anteil der weißen bzw. cremefarbenen Pflanzen lag bei etwa neun Prozent, auf pink- bzw. rosafarbene entfielen zwei, auf zweifarbig-gesprenkelte rund drei Prozent. Alle anderen Farben zusammen erreichten einen Marktanteil von nur etwa einem Prozent. Der Grund für den Erfolg der roten Sorten liegt auf der Hand: Poinsettien werden hierzulande sehr stark mit dem Weihnachtsfest in Verbindung gebracht und Rot und Grün gelten von jeher als klassische Weihnachtsfarben. Nicht-rote Sterne sind daher auch vor allem zu Beginn der Saison im Oktober und November erhältlich. Spätestens mit Beginn der Adventszeit sind sie selbst im Fachhandel nur noch schwer zu finden.

Qualität aus deutschen Landen

Die in Deutschland verkauften Weihnachtssterne stammen zu mehr als 80 Prozent aus deutscher Produktion. 2016 wuchsen zwischen 29 und 30 Millionen Weihnachtssterne in hiesigen Gartenbaubetrieben heran. Die meisten davon in NRW, gefolgt von Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg. Von der Bewurzelung der Stecklinge bis zur Verladung der verkaufsfertigen Pflanze finden alle Produktionsschritte in regionalen Produktionsbetrieben statt. Lediglich die Stecklingsproduktion erfolgt heute wegen der dort herrschenden idealen Klimabedingungen zumeist in Afrika. Bei der Pflanzenproduktion herrschen in aller Regel modernste Bedingungen, denn in punkto Nachhaltigkeit spielen viele deutsche Gärtner weltweit eine führende Rolle. Die regionale Produktion sorgt zudem für kurze Transportwege, so dass die Sterne in höchster Qualität in den Handel gelangen.

Fachhandel bietet Qualität und Auswahl

Wer lange Freude an seinem Weihnachtsstern haben möchte, sollte beim Kauf darauf achten, dass die Pflanze über dichtes, unbeschädigtes Laub verfügt und ihr Wurzelballen weder tropfnass, noch ausgetrocknet ist. Außerdem sollte die Pflanze an einem warmen, vor Zugluft geschützten Ort ausgestellt sein. Im Fachhandel findet man in der Regel die größte Auswahl. Außerdem erhält man dort aufdekorierte Pflanzen zum Verschenken sowie wertvolle Tipps zur Pflege.

Pflegetipps für Weihnachtssterne

In der Vorweihnachtszeit sind Weihnachtssterne die absoluten Stars unter den blühenden Zimmerpflanzen. Mit ihren farbigen, sternförmigen Hochblättern und ihrem sattgrünen Laub bringen sie in der dunklen Jahreszeit ein Stück Natur ins Haus und sorgen für gute Laune und weihnachtliche Stimmung. Im subtropischen Klima ihrer ursprünglichen Heimat Mexiko wachsen Weihnachtssterne zu meterhohen Sträuchern heran. Die Zucht von Sorten, die auch in beheizten Räumen zurechtkamen, gelang erstmals in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland. Mittlerweile gibt es den schönen Winterblüher in den verschiedensten Farben, Formen und Größen. Im Vergleich zu früher sind die heutigen Zuchtformen deutlich robuster und pflegeleichter. Ein geeigneter Standort, richtiges Gießen und etwas Liebe sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein langes Sternenleben.

Einen geeigneten Standort wählen

Um prächtig zu gedeihen, benötigt der Weihnachtsstern ein warmes, helles und vor Zugluft geschütztes Plätzchen. Eine Raumtemperatur zwischen 15 und 22 Grad ist ideal. In den Wintermonaten fühlt sich das lichtliebende Geschöpf auch an einem Südfenster mit direkter Sonneneinstrahlung wohl. „Die Gefahr, dass ein Weihnachtsstern in unseren Breitengraden zu viel Sonne abbekommt, besteht in der zweiten Herbst- und der ersten Winterhälfte kaum“.  „An einem Standort in Fensternähe kann der Weihnachtsstern die stark reduzierte Tageslichtmenge im Winter voll ausnutzen.“ Aber Vorsicht: Bevor die Fenster zum Lüften geöffnet werden, sollte die Pflanze in einer geschützten Ecke in Sicherheit gebracht werden, denn kalte Zugluft kann sie nachhaltig schädigen. 

Mit Augenmaß gießen

Beim Gießen von Weihnachtssternen ist weniger mehr. Während die Pflanze leichte Trockenperioden durchaus toleriert, bekommt ihr ein Zuviel an Feuchtigkeit schlecht. Besonders Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Nach dem Gießen überschüssiges Wasser deshalb spätestens nach 15 Minuten entfernen. Gegossen werden sollte immer erst, wenn der Erdballen nur noch wenig Flüssigkeit enthält. „Im Zweifelsfall hilft es, die Pflanze einfach mal hochzuheben“, rät XXX. „Am Gewicht kann man nämlich recht gut erkennen, ob gewässert werden muss oder nicht.“ In der Regel reicht es aus, einen Weihnachtsstern alle zwei bis drei Tage mit wenig zimmerwarmem Wasser zu gießen. Bei großer Wärme oder einem heizungsnahen Standort kann aber auch eine tägliche Wassergabe erforderlich sein. Wird die Pflanze im Tauchbad gewässert, hält dies hingegen oft eine ganze Woche vor. Tipp: Je kleiner die Pflanze, desto häufiger muss gegossen werden. So genannte Mini-Sterne benötigen jeden Tag ein wenig Wasser, da sie aufgrund des geringen Erdvolumens nur über eine geringe Speicherkapazität verfügen.

Augen auf beim Kauf

Manchmal wirft ein Weihnachtsstern schon bald nach der Ankunft im neuen Zuhause seine Blätter ab, obwohl man alles richtig gemacht hat. In einem solchen Fall ist davon auszugehen, dass die Pflanze bereits vor dem Kauf nicht richtig behandelt wurde. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollte man deshalb darauf achten, dass der Weihnachtsstern im Laden vor Zugluft und Kälte geschützt stand, und ihn für den Transport nach Hause dick einpacken. Von Pflanzen, die im zugigen Eingangsbereich oder gar draußen angeboten werden, sollte man die Finger lassen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, den Zustand der Erde zu kontrollieren. Diese sollte weder triefend nass, noch vollkommen ausgetrocknet sein. Eine gesunde, frische Pflanze erkennt man an dichtem Laub ohne sichtbare Beschädigungen sowie an gelbgrünen, knospigen Blüten zwischen den farbigen Hochblättern.



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