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Kraftquelle Wald: in Corona-Zeiten beliebter denn je

 Hohe Besucherfrequenz bringt auch Probleme mit sich / Stadt und Förster appellieren an Nutzer
copyright Stadt Rottweil
Beim Wandern durch den Wald ist Achtsamkeit gefordert – damit sich auch künftig Mensch und Tier an der beliebten Kraftquelle erfreuen können

Der Wald erlebt als Ausflugsziel in Corona-Zeiten eine wahre Renaissance. Viele nutzen ihn, um zur Ruhe zu kommen, als Kraftquelle, oder um sich beim Joggen oder Radfahren so richtig auszupowern. Die hohe Besucherfrequenz bringt allerdings nicht nur Vorteile mit sich. Förster und Stadt Rottweil fordern daher ein umsichtiges Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme von allen Waldnutzern gleichermaßen.

Der Wald ist wieder „in“: Wanderungen, Spaziergänge oder Radtouren erfreuen sich großer Beliebtheit. „Grundsätzlich steht der Wald allen Menschen offen, aber es gibt eben auch Regeln für die Besucher“, informiert Adelinde Bärwald von der Städtischen Forstverwaltung Rottweil und weist auf das Landeswaldgesetz hin. In den vergangenen Wochen und Monaten habe es immer wieder mal Unstimmigkeiten zwischen Wanderern, Mountainbikern und Reitern gegeben. Dabei sei klar geregelt, wer sich wo aufhalten dürfe. Zum einen sei es wichtig, dass man sich auf den Wegen und nicht abseits davon aufhalte, „denn oft ist es so, dass Besucher beispielsweise Naturverjüngungen gar nicht gleich erkennen“, macht Bärwald aufmerksam. Junge Bäume könnten bei solchen Touren Schaden nehmen. Für Radfahrer und Reiter müssen die Wege laut Landeswaldgesetz eine Mindestbreite haben: Nicht erlaubt ist daher das Radfahren auf Wegen unter zwei Metern Breite. Untersagt ist auch das Reiten auf gekennzeichneten Wanderwegen unter drei Metern Breite und auf Fußwegen.
 
Ein großes Thema seien zudem die Feuerstellen, das bestätigen die Revierförster. Viele Feuerstellen gebe es zwar nicht mehr, „doch die Leute erinnern sich, wo früher mal offizielle Feuerstellen waren, und nutzen diese Plätze weiter“, heißt es. Das sei aufgrund der großen Trockenheit und der damit verbundenen hohen Waldbrandgefahr keine gute Idee. „Die offiziellen Feuerstellen können bei der Tourist-Info oder bei den Ortschaftsverwaltungen angefragt werden. Hier kann man sich dann auch eine Einverständniserklärung einholen“, informiert Bärwald. Für die Feuerstelle am Jugendzeltplatz im Eschachtal seien die Pfadfinder verantwortlich.

Aber nicht nur Menschen, die ihre Freizeit im Wald verbringen möchten, sind unterwegs, sondern auch Förster, Jäger und Waldarbeiter. Aufmerksamkeit sei deswegen bei aller Freude am Wald oberstes Gebot. „Absperrungen zu ignorieren, ist sehr gefährlich und man bringt sich schnell in Lebensgefahr“, mahnt Revierförster Thomas Zihsler. Die Absperrungen würden auch nach Feierabend und an Wochenenden gelten, denn es werde nur gesperrt, wenn tatsächlich Gefahr bestehe.
 
Revierförster Hans-Joachim Häberle hat beobachtet, dass sich die Zahl der Waldbesucher seit Pandemiebeginn nahezu verdoppelt hat – mit entsprechenden Nebenwirkungen. Häberle appelliert daher an die Waldnutzer: „Müll im Wald ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern kann für Tiere auch zu einer echten Gefahr werden. Deshalb: Müll bitte wieder mit nach Hause mitnehmen und dort entsorgen.“
 
Damit der Wald zur Freude aller wächst und gedeiht, sind zahlreiche Kultivierungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen durch die jeweiligen Waldbesitzer – entweder die Stadt oder Privatleute – notwendig. Wege müssen angelegt und gepflegt werden, Baumkulturen ebenso, denn schiefe Bäume oder herabstürzende Äste könnten für Waldnutzer schnell zur Gefahr werden. Und so sind die Förster tagtäglich unterwegs und schauen in ihren Revieren nach dem Rechten, damit der Waldbesuch zum Genuss und nicht zum Verdruss wird.
 
„Mit 2800 Hektar Stadtwald hat Rottweil einen wunderbaren grünen Gürtel, auf den die Stadt stolz sein kann“, so Häberle. Und dieses Grün, so ist er überzeugt, habe vielen Menschen in der Pandemie geholfen, die Situation besser zu meistern. Ob der Wald auch weiterhin beliebtes Ausflugziel bleibt oder es die Menschen nach der Pandemie wieder mehr in die Ferne zieht, darauf sind die Förster schon jetzt gespannt.

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