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"Die Menschen für Biotope sensibilisieren"

"Verbundene Landschaft - lebendige Vielfalt": Ausstellung im Hagestall eröffnet
copyright Moni Marcel

Im Deißlinger Hagestall ist jetzt eine Ausstellung zur Biotopvernetzung zu sehen. Eröffnet wurde sie von Bürgermeister Ralf Ulbrich, für die musikalische Umrahmung sorgten die Nice Guys und Manfred Sorg.

Denn der Schutz und die Vernetzung noch vorhandener Biotope ist ein großes Thema derzeit in Deißlingen. Erst kürzlich beschloss der Gemeinderat, dies in den Vordergrund zu stellen, um für mehr Artenschutz zu sorgen. Organisiert hat die Wanderausstellung der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND mit dem Landschaftserhaltungsverband LEV, dem Ortsbauernverband und der Gemeinde. Zu sehen sind Beispiele von Biotopen wie Gewässer, Feuchtwiesen, Trockenmauern oder artenreiche Wiesen. Man wolle die Menschen sensibilisieren und informieren, betonte Ulrike von Kutzleben-Hausen vom BUND. Sie ist Biologin und hat zusammen mit Thomas Zihsler und Dietmar Maurer fast 30 Jahre lang die hiesigen Biotope kartiert und sich für ihren Erhalt eingesetzt. "Nachdem der Gemeinderat beschlossen hat, die Biotopvernetzung voranzutreiben, braucht es auch eine informierte Bevölkerung", so Ulrike von Kutzleben-Hausen. Die kann sich nun die großformatigen Fotos anschauen, die aus Nürtingen und Stockach stammen: Beide Gemeinden machen beim Modellprojekt Biotopverbund Offenland mit. Zu sehen ist aber auch die Karte der Deißlinger und Lauffener Biotope, die Ulrike von Kutzleben-Hausen und ihre Mitstreiter erarbeitet haben. Bürgermeister Ralf Ulbrich sagte, die Umweltschützer seien vor 30 Jahren für ihren Einsatz noch belächelt worden. Inzwischen habe aber ein Umdenken stattgefunden, vor allem den jungen Menschen liege der Naturschutz am Herzen. Das sei auch bei der Jugendkonferenz deutlich geworden, sie wollten sich aktiv einbringen, und dafür sei auch das Engagement der Biologin und ihres Teams ausschlaggebend. Ulbrich betonte auch, wie wichtig es sei, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, Landwirte, Umweltschützer und die Gemeinde. Christina Romer leitet den LEV im Landkreis, sie meinte, dass das wichtige Thema Biotopvernetzung inzwischen auch im Land und im Kreis angekommen sei. Das Land habe eben erst dem Kreis eine Vollzeitstelle genehmigt, die sich zwei Biotopverbund-Botschafterinnen teilen. Sie beraten und begleiten Landwirte, Naturschützer und Gemeinden vor Ort auch in Sachen Fördermöglichkeiten.

Als sie vor 30 Jahren damit begannen, vorhandene Biotope zu kartieren, hätten sie Schlimmes befürchtet, erzählte Ulrike von Kutzleben-Hausen - und es sei noch schlimmer gekommen. Bau- und Industriegebiete und Straßen zerschneiden die Lebensräume der Tiere, die seitdem immer weniger geworden sind. 
Doch nun zieht man an einem Strang, um in Sachen Artenvielfalt zu retten, was noch zu retten ist. Das betonte auch Julian Emminger, Vorsitzender des Ortsbauernverbands. Mit Blühstreifen an Ackerrändern beispielsweise unterstütze man den Naturschutz gerne, aber das koste Geld, so Emminger, jedes Jahr müsste neu eingesät werden. "Wir sind offen für Neues", so Emminger. "Aber wir müssen auch unseren Lebensunterhalt erwirtschaften können."

Mit den Nice Guys und ihrem A Capella-Gesang sowie Manfred Sorgs selbst komponierten "Liebeslied an das Landleben" wurde die Eröffnung eindrucksvoll abgerundet.
 
Info: Die Ausstellung ist bis 3. November und am 11. und 12. November täglich von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Am 3. November geben die Nice Guys um 19 Uhr ein Konzert im Hagestall. Am 11. November kann man von 17 bis 19 Uhr der Malerin Irene Zepf dabei zusehen, wie sie Schmetterlinge auf Holz zaubert. Am 12. November sind Vertreter des LEV vor Ort und geben fachkundige Auskunft über Biotope und ihre Vernetzung. Den Abschluss macht eine Exkursion am 13. November ab 14 Uhr. Hier zeigen die Veranstalter in einem etwa zweistündigen Rundgang vorhandene Biotope, solche, die neu angelegt wurden und Pläne für weitere.

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