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Ein Benefiz-Konzert für Hoffnung auf Frieden

„Apocalypse now?“ Kunst von Tobias Kammerer, Sebastian Vogel und anderen
copyright Thomas Decker
Ralf "Schuss" Trouillet bei seinem letzten Auftritt im Paulusgärtle am Oberrotenstein bei Hausen. Am 6. Mai gibt er zusammen mit Volker Basler, André Ernst und weiteren Musikern ein Benefizkonzert für die Ukraine. Dazu gibt es Kunst von Tobias Kammerer, Sebastian Vogel und anderen.

Am Freitag, 6. Mai gibt es am Oberrotenstein bei Hausen Musik und Kunst, beides ganz im Zeichen des Ukrainekriegs.

„Musik kann keine Kriege verhindern – aber Musik kann Brücken bauen, Seelen verbinden, Herzen berühren. Deshalb wollen wir ein Zeichen für Hoffnung setzen mit einem Konzert zur Unterstützung der Ukraine, einem Konzert für Hoffnung auf Frieden.“ Das sagt Ralf Trouillet, der mit Freunden für den musikalischen Part zuständig ist. Und Tobias Kammerer, dessen Werke zusammen mit denen von Sebastian Vogel die Ausstellung „Apocalypse now?“ bilden, schmerzt nicht nur die Erinnerung – er arbeitete lange in Kiew und Odessa, wo er Kirchen gestaltete. Den Konzertplatz am Oberrotenstein hat er „Paulusgärtle“ getauft, weil hier ein Zweitguss seiner Paulusfigur steht, der erste steht in Odessa an einer Straßenkreuzung. Oder stand? Das weiß er nicht, die Nachrichten aus Odessa sind spärlich, und sie sind schrecklich.

Eine Brücke von Ohnmacht und Entsetzen hin zu den Ereignissen in der Ukraine, die wollen sie gemeinsam schlagen. Kammerer erinnert sich an komplett desaströse Kirchen, jahrzehntelang verwahrlost. Und an zehn Jahre Renovierungszeit, in denen oft Strom und Heizung fehlten, abgeschaltet von Russland. „Auch seinerzeit löste das Hass in der Bevölkerung aus, und man erhob Ukrainisch statt Russisch zur Amtssprache als Symbol der Unabhängigkeit.“ Die sakralen Räume wiederherzustellen, das gab der in Armut lebenden Bevölkerung Hoffnung und Freude. Und nun: Krieg, Zerstörung. Das spiegeln die Werke von Kammerer und Vogel. Tobias Kammerer schuf seine in früher Jugend, vom Vater als 14-Jähriger zur Malerlehre nach Baden bei Wien geschickt. Einsamkeit und Heimweh bestimmten den Alltag des angehenden Künstlers, damals noch weit entfernt von den Zeiten heute mit Handy und Internet. Und dann als 17-Jähriger der Schritt zur Kunst, von den Eltern weder goutiert noch finanziell unterstützt, entstanden die Gemälde in einer bedrückenden Zeit in ärmlichen und angsterfüllten Verhältnissen. "Die Bilder sollen etwas von Not und Leid aufzeigen und uns in unserer Vorstellungskraft vergegenwärtigen, wie es wohl den Menschen derzeit in der Ukraine gehen muss, die unter Krieg und Vertreibung leiden, deren Existenz und Hoffnung genommen wurde“, so Kammerer.

Sebastian Vogel hat einen anderen Hintergrund: „Mein Vater ist 1937 in Berlin geboren und hat die Bombardements erlebt, Angehörige verloren, war oft in Bunkern und hat knallharte Armut in Trümmern durchleben müssen. Welchen Luxus haben wir heute! Und wir durften ohne Krieg aufwachsen!“ Nun aber gelte es, die Werte der Demokratie zu verteidigen – bis aufs Äußerste? „Oder werden wir alles, was uns heilig ist, kampflos über Bord schmeißen? Können wir die Apokalypse abwenden — oder stecken wir schon mittendrin? „Die aktuelle Standhaftigkeit der Ukrainer in diesem Krieg ist ein Leuchtfeuer, das unserer gesamten Gesellschaft zeigt, was es heißt für seine Werte einzustehen“, sagt Sebastian Vogel, dessen magisch-surreale Werke oft Träumen entspringen und apokalyptisch wirken, wie die Bilder, die wir aus der Ukraine zu sehen bekommen.

Beim Benefizkonzert sind neben Ralf Trouillet, den man nicht nur als Teil von „Figa und Schuss“ und der Milkhouse-Band kennt, auch die beiden Deißlinger André Ernst und „Mister Saxophon“ Volker Basler dabei. Zudem bringen sie weitere Musikerfreunde mit, darunter die junge Sängerin Cheyenne und Rita Efinger-Keller an der Querflöte. „Die Emotionen, die sich in dieser bedrohlichen Zeit aufgestaut haben, sollen sich an diesem Abend in Musik entladen.“, sagt Ralf Trouillet. Sein „Ange au Sourire“, das Stück, das vom Friedensengel an der Kathedrale von Reims erzählt, wird ebenso zu hören sein wie solche von André Ernsts neuer CD „Jetzt oder nie“ – „es steht genau dafür: Dinge einfach tun, nichts aufschieben, gerade jetzt in dieser Zeit etwas zu wagen.“

Beginn der Veranstaltung ist um 17 Uhr an der Scheune des Hofguts,, um 18 Uhr ist die Vernissage der Ausstellung im Atelier von Tobias Kammerer, und um 19 Uhr beginnt das Konzert. Der Erlös kommt Ukraine-Hilfsprojekten zugute.

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Tobias Kammerer - Künstler
Oberrotenstein
78628 Rottweil - Hausen

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