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Der Oberrotenstein leuchtet wieder: Ausstellung, Konzert und eine Spendenaktion

Schwerkranke Aurora aus Hausen wünscht sich ein Christusbänkle
copyright Moni Marcel

„...von unserer Hoffnung“ ist der Titel der Veranstaltung am 3. Oktober im Skulpturengarten Oberrotenstein von Tobias Kammerer. Hoffnung vor allem für die 13-Jährige Aurora aus Hausen, die schwer an Krebs erkrankt ist. Ihrem Herzenswunsch nach einem „Christusbänkle“ kommt der Abend zugute.

Los geht es um 17 Uhr mit der Vernissage der Ausstellung von Andreas Szobovich, ab 18 Uhr ist das aiple:nörenberg:duo auf der Bühne im Paulusgärtle zu erleben. Joo Aiple (Schlagzeug und Percussion) und Werner Nörenberg „Gitarre, Gesang) sind alte Bekannte und wissen zu unterhalten. Und ab 19 Uhr leuchtet der Oberrotenstein wieder: Felix Daute sorgt einmal mehr dafür, dass die großen Glasskulpturen von Tobias Kammerer in allen Farben erstrahlen.

Hoffnung gibt der Abend aber auch allen anderen: „Musik kann nicht die Welt retten. Aber deine Seele“, überschreibt es der Künstler. Das Christusbänkle ist für die kranke Aurora die Möglichkeit, mit Christus in Dialog zu treten. Eine Bank, auf der sie sich neben Jesus setzen kann. Sie ist für Aurora eine Hoffnungsbank, die sie sich nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen Kinder wünscht. „Wir wollen ihr diesen Wunsch erfüllen“, sagt Tobias Kammerer. Die Bank mit lebensgroßer Skulptur wird die Holzbildhauerin Regula Schulz gestalten, der Förderverein der Maximilian-Kolbe-Schule hat dafür bereits einen Betrag von 1500 Euro zugesagt. Der Erlös der Veranstaltung am 3.Oktober wird einen weiteren Teil dazu beitragen. Das wird auch möglich durch die Sponsoren: Gerhard Hörrmann und Armin Zirn kümmern sich um das Essen, Michael Grimm spendiert den Wein und Susanne und Dominik Jauch die weiteren Getränke. „Es ist wirklich beeindruckend, dass hier so viel Unterstützung kommt.“, freut sich Kammerer, der auch von der Idee der kranken Aurora beeindruckt ist.

„In der Kirchengestaltung der letzten Jahrzehnte haben wir oft das klassische Christusbild verändert. Ein erheblicher Eingriff war beispielsweise, dass wir den Kreuzbalken von dem ans Kreuz genagelten Christus entnommen haben.“ Ohne Kreuz sehe man einen Jesus, der schwebt, der seine Hände noch oben hebt. „Damit wollten wir ausdrücken, dass wir nicht die Todesstunde im Glaubensmittelpunkt haben, sondern die Auferstehung.“

Vor etlichen Jahren besuchte Kammerer den Bildhauer Siegfried Haas in seinem Atelier in Rottweil. „Hier sah ich einen Christus, der am Kreuz war, aber die Hände waren frei und beugten sich nach vorne. Er schaute nach unten. Ich war sehr verdutzt und fragte Haas, was es damit auf sich hat. Er antwortete mir, er wolle ein Gottesbild zeigen, von einem Christus, der auf uns zugeht. Der vom Kreuz herabsteigt und uns umarmt.“

Auch bei Nikolaus von Flüe (1417-1487) findet Kammerer ein Christusbild auf, das Parallelen zu einem selbst aufkommen lässt. Das Selbstbild eines zu Unrecht verurteilten, mehrfach fallenden, schmerzerfüllten, verspotteten und verzweifelten Menschen, blutend und einsam. Und jetzt das Bänkle für Aurora: Ein weiteres starkes Gottes-Erlebnis für den Künstler. „Hier begegnet einem Christus auf einer Bank, wie zufällig, völlig unprätentiös. Ganz ohne Brimborium und sakrale Attitüde.“ Ein Gottesbild auf Augenhöhe sozusagen, direkt und nahbar. „Das ist ein starkes Sinnbild, dass man Zwiesprache mit Gott auch auf einem banalen Bänkle halten kann. Es soll ein Trostbild für Aurora sein, sowie für alle anderen. Es erinnert mich daran, dass man Christus ganz unerwartet begegnen kann.“

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