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Diese Kooperation hat Hand und Fuß

Zwei Rottweiler Unternehmen trotzen Corona-Krise durch Zusammenarbeit
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Unser Beispiel zeigt die Kooperation von Barbara van der Ven-Klein (Podologie Rottweil) und Sandra Seemann (Belle mani).

Corona ist für viele Unternehmen der wirtschaftliche Ruin. In den Lockdown geschickt bleibt für viele Unternehmer nur noch die Schließung des Unternehmens. Wir zeigen Rottweiler Unternehmen und Rottweiler Menschen, die die Zeit des Lockdowns für sich genutzt haben und gestärkt aus der Situation hervorgehen. 

Den Kopf hängen zu lassen und die Hände in den Schoß zu legen scheint nicht das Ding zu sein von Sandra Seemann. Als Inhaberin des Belle mani in der Hochmaurenstraße hatte sie vor Corona alle Hände voll zu tun. Seit 13 Jahren kümmert sie sich um die schönen Hände ihrer Kundinnen und Kunden. Bis der Lockdown kam und sie als nicht systemrelevantes Unternehmen über Wochen schließen musste. Aber den Kopf in den Sand zu stecken kam nicht in Frage. Sie machte das Problem zum Thema und fand in Barbara van der Ven-Klein eine Mitstreiterin. 

Frau van der Ven-Klein ist Inhaberin der Podologischen Praxis in Göllsdorf. Sie gilt als systemrelevant und war zu keiner Zeit von den Schließungen betroffen. Die Anzahl an Patienten und Kunden stieg sogar weiter an - denn Fußpfleger mussten schließen - Podologen hingegen nicht. Ein deutliches Plus an Patienten und deutlich verstärkte Hygieneauflagen bedeuteten wesentlich mehr Arbeit. Warum also nicht zusammentun? Barbara van der Ven-Klein:

Wer so filigran an Händen arbeitet und so schöne Arbeit macht an den Fingernägeln, der hat ja eigentlich auch ein feines Gefühl.

Als Ausbildungspraxis erkennt Frau van der Ven-Klein das Talent natürlich. Sie darf den praktischen Ausbildungsteil leiten und auch gleich die Prüfung abnehmen. 

Einem Podologen ist nach dem Gesetz die präventive, therapeutische- und rehabilitative Behandlung am, von Schädigungen bedrohten, bzw. bereits geschädigtem Fuß, erlaubt. Er betreibt, im Gegensatz zum Fußpfleger, die "medizinische" Fußpflege.

Zeit war genug da bei Sandra Seemann. Kurze Zweifel, ob das geht, sich mit 51 Jahren nochmal auf die Schulbank zu setzen wurden beiseite geschoben. Außerdem war ihr klar, dass sie sich mit ihrem Angebot breiter aufstellen muss. Also warum nicht jetzt? 
In Tag- und Nachtschichten, Samstags- und Sonntags wurde das Theoretische gepaukt und in der restlichen freien Zeit das Praktische - mit tatkräftiger Unterstützung und Anleitung von Barbara van der Ven-Klein. 
Mit dem Praktischen ist sie schon längst durch. Durch Corona allerdings dürfen ganze Akademien noch keinen Unterricht anbieten, so dass der schulische Teil mit Abnahme der Prüfung erst Ende November stattfinden kann. 

Trotzdem ist schon jetzt klar, das beide von dem Deal profitieren. Frau Seemann hat ihr Angebot mit der kosmetischen Fußpflege um ein weiteres Standbein erweitert und verschönert jetzt gesunde Füße in der Praxis von Frau van der Ven-Klein. Diese wiederum hat Unterstützung in Ihrem Team. Frau van der Ven-Klein kann sich als Podologin jetzt noch mehr auf die Pflege der kranken Füße konzentrieren. Ein Bereich, in dem die Patientenzahl stetig steigt und die Wartezeit auf einen Termin lang ist. Mehr Patienten können jetzt mit Verordnungen eine podologische Behandlung in Anspruch nehmen. Und auch immer mehr junge Mütter finden mit ihren Kindern den Weg in die Praxis. Wenn die Kleinen nach der Geburt Löffelnägel haben oder sich die Mutter einfach einen sicheren Umgang bei der Fußpflege ihres Babys wünscht, ist das Fachwissen von Frau van der Ven-Klein gefragt.

Frau van der Ven-Klein sieht die Kooperation ganz pragmatisch:
"Kosmetische Fußpflege und Podologen beißen sich nicht. Im Gegenteil, sie können durchaus eine Win-Win-Situation herstellen und ich finde, das sollte Zukunftsmusik sein. Denn wir haben doch alle nur ein paar Füße und es gibt immer mehr kranke Füße und die gesunden Füße werden auch weiterhin verschönt."

Ganz klar ist, dass sich da ein sehr lustiges Team gefunden hat, das mit Freude an der Arbeit die Menschen glücklich macht und als gutes Beispiel voranschreitet. Kooperieren und Unterstützen ist in der heutigen Zeit gefragt. 

Vielleicht bleibt ja jetzt auch mehr Zeit um weitere Ideen in die Tat umzusetzen. Frau van der Ven-Klein wünscht sich mehr Aufklärung über gesunde Füße und regelmäßige Besuche in Kindertageseinrichtungen. Außerdem ist ihr großer Traum einen Barfußpark in Göllsdorf zu eröffnen. Das Grundstück ist da - die Zustimmung vom Gemeinderat auch. Nur fehlt es noch an fleißigen Helfern.

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Fachpraxis für Podologie Barbara van der Ven-Klein
Württemberger Straße 3
78628 Rottweil - Göllsdorf

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