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  • Umwelt & Natur

Wir sind nicht die Profis von heute, ​​​​​​​aber die einzige Hoffnung für Morgen

von Jonathan Dom
18.03.2019 von Jonathan Dom
copyright Rottweil inside

Die erste Weltklimakonferenz hat vor ziemlich genau 40 Jahren stattgefunden. 1979!
Damals hat sich die Politik versprochen etwas gegen den Klimawandel zu tun.
Die erste politische Klimakonferenz fand 1995 in Berlin statt. Dannach haben sich alle Politiker händeschüttelt, wie auch schon 16 Jahre zuvor, vor die Presse gestellt und haben stolz verkündet, dass man gemeinsam den Weltweiten CO2 Ausstoß senke möchte. Man hat der Welt gesagt: "Wir packen das jetzt an!"
Was ist seit dem passiert? Der CO2 Ausstoß ist weiter gestiehgen und heute so hoch wie noch nie.
2015 gab es dann große Pariser Klimaabkommen.Die gesamte Weltpolitik hat sich in den Armen gelegen und hat so getan als hätte man gerade die Welt gerettet. Auch das ist schon wieder 4 Jahre her und auch seitdem gibt es keine nennenswerten Verbesserungen.

Seit 1979 macht die Politk allen vor, das sie die Probleme nun endlich erkannt habe und sie so schnell wie möglich beheben wird und es hat fast 40 Jahre gedauert bis sich endlich eine breite Bewegung dagegen gebildet hat.
1979 ist ein Jahr, dass die meisten hier nicht kennen. Deutschland war geteilt, der DFB war erst zweimal Weltmeister und mein eigener Vater war, wie die meisten unserer Eltern, noch nicht mal alt genug um sich selber Bier zu kaufen. In den letzten 40 Jahren hat sich die Welt weiterentwickelt. Damals war YMCA von den Village People auf Platz 1 in den Charts, Helmut Schmidt war Bundeskanzler und der WALKMAN kam auf den Markt. Das ist eine Zeit die mit 2019 nichts mehr zu tun hat!

Das einzige was sich seit dem nicht geändert hat ist, dass sich der Umweltschutz, in all seinen Facetten, immernoch hinter den Profitinteressen der Wirtschaft anstellen muss. Obwohl sich die Technik massiv weiterentwickelt hat, beziehen wir den Großteil unseres Stroms noch immer von Atomkraftwerken. Auf jeden Deutschen kommen 250kg verschwendete Lebenmittel pro Jahr und noch nie wurde in unserem Land mehr Plastikmüll produziert wie im letzten Jahr.

Nach 40 Jahren müssen wir endlich verstehen, dass man nicht auf große Reformen der Politik warten darf. Der Wandel den wir wirklich brauchen beginnt bei jedem Einzelnen, der aufhört seine Kippen auf die Straße zu werfen. Bei jedem der nur die Kleidung kauft, die er braucht und dabei nicht nur auf die reinen Masse an neuen Produkten sieht, sondern auf Qualität und Langlebigkeit achtet. Es beginnt, aber auch bei jedem Kind, dass mit dem Rad oder dem Bus in die Schule fährt anstatt von seinen Eltern gefahren zu werden und sein Vesper in einer Box zur Schule nimmt anstatt in einer Einwegverpackung.

Ich war selber nie ein großer Umweltschützer, da möchte ich niemanden etwas vor machen. Ich hatte schon immer ein Herz für Tiere, aber mehr Umweltbewusstsein hatte ich bis vor zwei Jahren nicht. Damals bin ich zum ersten Mal raus aus Westeuropa gekommen. Ein zweiwöchiger Schulaustausch in China, davon war ich 8 Tage in Shanghai. Damals habe ich nicht nur eine neue Kultur kennengelernt. Ich habe damals auch zum ersten Mal die Folgen der Umweltverschmutzung am eigenen Körper erfahren müssen. Was mich damals, sowie heute, so schockiert hat, waren nicht die vollen Straßen, es war die riesige, graue Abgaswolke über der Stadt. Es ist das Gefühl auf dem Schulweg nicht einmal bis zum zehnten Stock der Hochhäuser sehen zu können, weil der Smog so tief in den Straßen liegt.
Das ist es was mich motiviert mich für den Umweltschutz einzusetzen und das was mich motiviert mich komunalpolitisch zu engagieren. Ich möchte nicht in einer Stadt leben, in der man sein Kind morgens nur mit einem Atemschutz zur Schule schicken kann. Ich möchte meine Kinder nicht in einer Stadt aufwachsen lassen in der sie den blauen Himmel nicht sehen können. Das ist es was mich antreibt und wofür wir kämpfen müssen.

Wir dürfen uns weder von abwertenden Worten Christian Lindners, noch von Beleidigungen der AfD und ihrer Anhänger einschüchtern lassen. Wir sind viele, wir sind laut und wir sind unbequem! Das müssen wir auch weiterhin sein und dabei werden wir uns auch nicht von anonymen Drohungen und Spott aus dem Internet abbringen lassen. Jeder der auf die Straße geht zeigt Gesicht für die Zukunft! Für unsere Zukunft!

Was sich seit der ersten Klimakonferenz 1979 geändert hat, sind im Grunde 2 Dinge

  1. Wir haben deutlich weniger Zeit als damals, um noch wirklich was zu verändern.
  2. Wir haben heute etwas das wir ´79 nicht hatten! Eine europäische Jugend die mit #FridaysforFuture der ganzen Welt wieder ein Stück Hoffnung schenkt.

Ich möchte zum Schluss noch auf Christian Lindners Aussage antworten, der sinngemäß gesagt hat, dass wir zurück in die Schule und die Uni gehen sollen, denn Umweltschutz ist nur was für Profis.
Herr Lindner, ich geben Ihnen Recht! Wir sind nicht die Profis von heute,
aber die einzige Hoffnung für Morgen!


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