ADELE Oberndorf-Informationen und Beratung<br>für Angehörige von Menschen mit Demenz

Oberndorf am Neckar

Fasnet

Beschreibung

Die Anlaufstelle ADELE Oberndorf der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung stellt sich vor:
Eine Demenzerkrankung bringt ganze Familiensysteme in Bedrängnis. Nichts ist mehr, wie es früher einmal war. Ehepartner oder Eltern verändern ihr Verhalten und ihre Persönlichkeit.
Das bisherige, gegenseitige Verständnis verschwindet und die Kommunikation wird immer schwieriger. Angehörige müssen immer mehr tagtägliche Aufgaben übernehmen, weil der Mensch mit Demenz-Erkrankung mehr und mehr an Einsichtsfähigkeit und Eigenständigkeit verliert.

ADELE Oberndorf bietet mit unterschiedlichen Angeboten Hilfe zur Selbsthilfe.
Einmal im Monat können sich pflegende Angehörige zusammen mit dem an Demenz erkrankten Menschen in kleiner Runde im Café TROTZDem (TROTZ Demenz) zu einem Kaffeenachmittag treffen und gemeinsame Erinnerungen austauschen. Pflegende Angehörige sind Experten für ihre eigene Situation und können im Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen ihre Erfahrungen im Angehörigen-Austausch-Forum (AAF) weitergeben und einander unterstützen. Mit dem zweitägigen Workshop „Allzeit bereit und alles im Griff“ erhalten pflegende Angehörige viele wertvolle Informationen, die ihnen den Alltag mit einem an Demenz erkrankten Menschen, erleichtern können und so wieder mehr Freiräume für die eigenen Interessen kreieren.

Fragen können Sie jederzeit per Telefon oder per E-Mail an die nebenstehenden Kontaktdaten senden.

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Erfahrungen und Rückmeldungen zu ADELE Oberndorf-Informationen und Beratung<br>für Angehörige von Menschen mit Demenz

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Promotion

Veranstaltung der Alzheimer Initiative Rottweil

Ein Herz für Menschen mit Fronto-Temporaler-Degeneration
copyright Seniorenzentrum Haus Raphael

Die Alzheimer Initiative Rottweil hatte zu einer spannenden Veranstaltung eingeladen zum Thema Fronto-Temporale- Degeneration. Eine Form der Demenz, deren Bekanntheitsgrad selbst in Fachkreisen noch nicht sehr hoch ist.

Hochkarätige Referentinnen wurden dazu eingeladen. Frau Dr. Sarah Anderl-Straub von der Uniklinik in Ulm und Frau Melanie Liebsch. Fr. Liebsch kam als betroffene Angehörige, ist gleichzeitig im Vorstand der Alzheimer Gesellschaft in Stgt. Ihr Vater war an einer FTD erkrankt, die erst nach 13 Jahren richtig diagnostiziert wurde. FTD tritt bereits in frühen Jahren auf, oft noch wenn Menschen im Arbeitsleben stehen. Das hat weitreichende Folgen für die betroffenen Familien. Da diese Form der Demenz noch nicht so häufig ist, gibt es sehr wenig geeigente Versorgungsstrukturen. Die Betroffenen und ihre Familien sind derzeit auf sich alleine gestellt. Auch die "normalen" Pflegeheime sind nicht auf diese Personengruppe vorbereitet und daher werden sie dann in der Psychiatrie untergebracht. Die Veranstaltung der Alzheimer Initiative war ein erster Schritt, diese Form der Demenz auch hier im Kreis besser bekannt zu machen und ist mit der Hoffnung verbunden, dass sich zukünftig die Infrastruktur zur Begleitung von Menschen mit Fronto-Temporaler-Degeneration verbessern lässt. Die Auswirkungen auf die sozialen und gesellschaftlichen Strukturen wären dramatisch, wenn Angehörige wegen der Versorgung und Pflege ihre Berufstätigkeit aufgeben müssten. 

Promotion

Demenz - die Erkrankung, die tief blicken lässt

Eine Demenz-Erkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fähigkeiten Entscheidungen und Handlungen zielführend und bewusst durchzuführen, zunehmend verloren gehen.

Menschen, die an einer Demenzform erkranken, greifen zu Beginn der Erkrankung auf ihre Erfahrungen zurück. Auf Verhaltensweisen, die sie je nach Situation erfolgreich eingesetzt haben. Ihre Entscheidungen führen mit zunehmender Erkrankung zu Konflikten, weil sie von ihrem Umfeld häufig nicht nachvollzogen werden können.

Der Neokortex, der bisher die Kontrolle und Steuerung über die Emotionen und Gefühle hatte, verliert mit dem zunehmen der Erkrankung an Bedeutung. Emotionen und Gefühle werden dadurch offengelegt und machen die Menschen mit Demenz verletzlicher.

Menschen mit Demenz reagieren aus einem tiefen inneren Gefühl heraus. Ihnen fehlen die Worte, um die Motivation ihrer Handlungen erklären zu können. Gefühle und Emotionen können nicht mehr gesteuert werden.

Was sie bewegt, welche Verhaltensweise Menschen mit Demenz zeigen, lässt sich nur aus ihrer Biografie erahnen. Menschen mit Demenz brauchen daher ein Umfeld, in dem sie sich vertrauensvoll bewegen können und ihre Handlungen und Verhaltensweisen respektiert und anerkannt werden.

Die Erkrankung und ihre Konsequenzen zu verstehen, ist der Schlüssel für einen bessern Alltag. 


Foto oben: ADELE Oberndorf