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Forum: Leben in Rottweil
Bekommst Du noch einen Arzttermin?
Nein? Dann geht es dir, wie vielen Menschen im Kreis Rottweil.
Der Landtagsabgeordnete Daniel Karrais von der FDP hat mit Radio Antenne 1 Neckarburg darüber gesprochen und dieses Thema wie folgt auf seinem Facebook-Kanal zur Diskussion gestellt:
https://www.facebook.com/karrais.fdp
"𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝘀𝗼?
Das hat viele Gründe. Viele Ärztinnen und Ärzte gehen in den Ruhestand und es kommen kaum Junge nach. Zudem ist es schlicht unattraktiv geworden, eine eigene Praxis zu betreiben. Nicht alle Ärztinnen und Ärzte wollen auch gleichzeitig Unternehmer sein und sich mit viel Papierkram rumschlagen – sie wollen sich um Patienten kümmern. Auch die Arbeitsstrukturen haben sich geändert. So möchten heute viel mehr Ärztinnen und Ärzte in Teilzeit arbeiten. Angestellt zu sein (etwa in einem Krankenhaus) passt dann besser zum Leben als eine eigene Praxis.
𝗪𝗮𝘀 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗙𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻?
Im Landkreis Rottweil mangelt es daher an Ärztinnen und Ärzten. Zu spüren bekommen wir das alle. Zum Beispiel die vielen Eltern. Nur noch fünf Kinderarztpraxen gibt es – für über 20.000 Kinder und Jugendliche. Vorsorgeuntersuchungen finden nicht mehr statt. Oder man muss für einen Termin in den nächsten Landkreis fahren. Bei Frauen- und Hausärztinnen und -ärzten ist die Lage ähnlich schlecht!
𝗪𝗮𝘀 𝗸ö𝗻𝗻𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝘁𝘂𝗻?
Eine Lösung muss die oben genannten Probleme berücksichtigen. Meines Erachtens ist daher ein medizinisches Versorgungszentrum die richtige Lösung. Das würde viele der genannten Probleme beheben. Da arbeiten alle Ärztinnen und Ärzte unter einem Dach – egal ob Kinder-, Frauen- oder Hausärztinnen und -ärzte. Das kann man sich vorstellen wie eine große gemeinschaftliche Praxis. Im MVZ sind Ärztinnen und Ärzte angestellt. Das ist finanziell sicherer als eine eigene Praxis. Die Arbeitszeiten sind geregelter, Teilzeit ist möglich. Zudem betreibt nicht mehr jede/r eine eigene Praxis mit eigener Verwaltung. So bleibt mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten.
Daher haben wir als FDP-Kreistagsfraktion einen entsprechenden Antrag im Kreistag erstellt. Wir bleiben bei dem Thema dran und halten dich dazu auf dem Laufenden."
Welche Erfahrungen haben Sie im Landkreis Rottweil zu diesem Thema gemacht?
Welche Lösung ist aus Ihrer Sicht sinnvoll?
Sie möchten uns lieber anonym Ihre Erfahrungen mitteilen? Dann senden Sie uns eine E-Mail an redaktion@rottweil-inside.de
Der Landtagsabgeordnete Daniel Karrais von der FDP hat mit Radio Antenne 1 Neckarburg darüber gesprochen und dieses Thema wie folgt auf seinem Facebook-Kanal zur Diskussion gestellt:
https://www.facebook.com/karrais.fdp
"𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝘀𝗼?
Das hat viele Gründe. Viele Ärztinnen und Ärzte gehen in den Ruhestand und es kommen kaum Junge nach. Zudem ist es schlicht unattraktiv geworden, eine eigene Praxis zu betreiben. Nicht alle Ärztinnen und Ärzte wollen auch gleichzeitig Unternehmer sein und sich mit viel Papierkram rumschlagen – sie wollen sich um Patienten kümmern. Auch die Arbeitsstrukturen haben sich geändert. So möchten heute viel mehr Ärztinnen und Ärzte in Teilzeit arbeiten. Angestellt zu sein (etwa in einem Krankenhaus) passt dann besser zum Leben als eine eigene Praxis.
𝗪𝗮𝘀 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗙𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻?
Im Landkreis Rottweil mangelt es daher an Ärztinnen und Ärzten. Zu spüren bekommen wir das alle. Zum Beispiel die vielen Eltern. Nur noch fünf Kinderarztpraxen gibt es – für über 20.000 Kinder und Jugendliche. Vorsorgeuntersuchungen finden nicht mehr statt. Oder man muss für einen Termin in den nächsten Landkreis fahren. Bei Frauen- und Hausärztinnen und -ärzten ist die Lage ähnlich schlecht!
𝗪𝗮𝘀 𝗸ö𝗻𝗻𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝘁𝘂𝗻?
Eine Lösung muss die oben genannten Probleme berücksichtigen. Meines Erachtens ist daher ein medizinisches Versorgungszentrum die richtige Lösung. Das würde viele der genannten Probleme beheben. Da arbeiten alle Ärztinnen und Ärzte unter einem Dach – egal ob Kinder-, Frauen- oder Hausärztinnen und -ärzte. Das kann man sich vorstellen wie eine große gemeinschaftliche Praxis. Im MVZ sind Ärztinnen und Ärzte angestellt. Das ist finanziell sicherer als eine eigene Praxis. Die Arbeitszeiten sind geregelter, Teilzeit ist möglich. Zudem betreibt nicht mehr jede/r eine eigene Praxis mit eigener Verwaltung. So bleibt mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten.
Daher haben wir als FDP-Kreistagsfraktion einen entsprechenden Antrag im Kreistag erstellt. Wir bleiben bei dem Thema dran und halten dich dazu auf dem Laufenden."
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Gerade bei Kinderärzten oder Frauenärztinnen ist die Lage angespannt. Es ist fast schon normal geworden, mit den eigenen Kindern in den Nachbarlandkreis zu fahren – oder bei akuten Anliegen direkt in die Notaufnahme. Das kann auf Dauer keine Lösung sein.
Ich finde es richtig, dass das Thema jetzt öffentlich angesprochen wird. Die Ursachen sind vielfältig – das wurde im Beitrag von Daniel Karrais gut beschrieben: Viele Ärztinnen und Ärzte gehen in Rente, der Beruf ist durch Bürokratie und wirtschaftlichen Druck unattraktiver geworden, und die nächste Generation wünscht sich flexiblere Arbeitsmodelle.
Ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), in dem verschiedene Fachrichtungen unter einem Dach zusammenarbeiten, könnte wirklich helfen – vor allem, wenn dort angestellte Ärztinnen und Ärzte in Teilzeit arbeiten können, ohne die volle wirtschaftliche Verantwortung einer eigenen Praxis tragen zu müssen. Das macht den Beruf wieder attraktiver, gerade für junge Medizinerinnen und Mediziner. Und für uns als Patientinnen und Patienten bedeutet es mehr Versorgungssicherheit.
Ich wünsche mir, dass solche Modelle nicht nur angedacht, sondern konkret geplant und umgesetzt werden. Es geht hier nicht um Luxus – es geht um Grundversorgung.