Aus der Reihe "move it"

D-Ticket vs Auto

45 Euro kostet ein Deutschland-Jugendticket – für die Schüler*innenbeförderung die kostengünstigste Variante, auch wenn zwischen Wohnort und Schule nur ein paar Haltestellen liegen.  Bei Nachfrage erfährt man, dass das nicht anders geht – die Schülerbeförderung finanziert den lokalen ÖPNV "quer". Okee.  Kann man auch schräg finden.

An eine Reduktion des Preises fürs Deutschlandticket ist nicht zu denken, obwohl gerade auch die Nutzer*innen des ÖPNV unter hohen Öl- und Gaspreisen und allgemeiner Teuerung leiden. Eine Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel könnte ausgleichen, aber ach, was ist dies kleine gemeine Leiden gegen jenes an der Zapfsäule.

Man muss Prioritäten setzen – damit der Tankrabatt bezahlt werden kann, müssen die Steuern und Abgaben dringend anderswo weiterfließen. Was will man da sagen – Autofahren ist Freiheit! Da will ich jetzt auch nicht kleinlich nölen, dass der ÖPNV eh umweltschonender wäre. Vielleicht kann ich lernen, Abgas geil zu finden. Dem nächsten Autokorso, der gegen hohe Spritpreise demonstriert, indem Leute sinnlos literweise Sprit verballern und im selbst verursachten Stau hupen, will ich mit unseren D-Tickets zuwinken und ein „Gern geschehen“ zurufen. 

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