Soziales Engagement

AOK-Nachhaltigkeitspreis 2025 geht an den FC Hardt

Ausgezeichnetes Projekt verbindet Ökologie, Soziales und Gesundheit

AOK-Nachhaltigkeitspreis 2025 geht an den FC Hardt
Die Gewinner des AOK-Nachhaltigkeitspreises 2025 zusammen mit den Initiatoren des Wettbewerbs. In der Mitte zu sehen: eine Sporttasche, die aus ausgedienten Trikots upgecycelt wurde.Foto copyright Rottweil inside

Im Rahmen des WFV-Ehrenamtstags wurde erstmals der AOK-Nachhaltigkeitspreis 2025 verliehen – eine Auszeichnung, die das Engagement von Sportvereinen in den Bereichen Ökologie, soziale Verantwortung und Gesundheitsförderung würdigt. Ziel der Initiative ist es, nachhaltige Projekte sichtbar zu machen, die Vorbildcharakter haben und zeigen, wie Vereine aktiv zu einer lebenswerten Zukunft beitragen können.

Nachhaltigkeit ganzheitlich bewertet

Gesucht wurden Projekte aus drei zentralen Bereichen:

  • Ökologie: Maßnahmen für Umwelt- und Ressourcenschonung – z.B. Maßnahmen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks (z.B. nachhaltige Sportstätten und Mobilität etc.)
  • Soziales: Engagement für Gemeinschaft, Integration, Inklusion und Kooperationen mit sozialen Einrichtungen.
  • Gesundheit: Initiativen zur Förderung der körperlichen und mentalen Fitness – etwa Bewegungsangebote, gesundheitsorientierte Programme oder Ernährungsbildung.

Die Auszeichnung ist mit 1.500 Euro dotiert und wird von der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg initiiert.

Jury entschied aus 14 Bewerbungen

Über die 14 eingereichten Bewerbungen entschied eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern aus Sport, Kommunalpolitik und Gesundheitswesen:

  • Markus Kiekbusch & Timo Manz (Fußballbezirk)
  • Dirk Abel, Bürgermeister von Balingen
  • Gerhard Reichegger, Bürgermeister von Wehingen
  • Michael Hallabrin, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Neckar-Alb
  • Harald Rettenmaier, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Alle Mitglieder bewerteten die Projekte umfassend und kamen einstimmig zum Ergebnis.

Der Gewinner: FC Hardt – „Tradition und Nachhaltigkeit: Upgecycelte Trikots“

Der FC Hardt 1925 e.V. überzeugte die Jury mit einem Projekt, das ökologische, soziale und gesundheitliche Aspekte in besonderer Weise verbindet. Unter dem Motto „Tradition und Nachhaltigkeit“ lässt der Verein ausgediente Trikots nicht einfach in der Altkleidersammlung verschwinden: Sie werden zu hochwertigen Sporttaschen upgecycelt – bislang bereits rund 100 Stück.

Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit den Hagsfelder Werkstätten der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V. Menschen mit Behinderungen fertigen die Taschen mit großer handwerklicher Präzision – ein gelebtes Beispiel für Inklusion und soziale Verantwortung.

Das Projekt wurde im Rahmen des 100-jährigen Vereinsjubiläums des FC Hardt gestartet und zeigt eindrucksvoll, wie Tradition und moderner Nachhaltigkeitsgedanke zusammenfinden.

Ein Projekt für Zusammenhalt und Menschlichkeit

In seiner Dankesrede betonte FC-Hardt-Vorstand Patrick Gaus, dass der Gedanke hinter dem Projekt weit über ökologische Nachhaltigkeit hinausgeht:

Unser Projekt soll für alles stehen, wofür ein Verein da sein sollte: für Integration, für Zusammenhalt und für Nächstenliebe. Die Taschen wurden in einer Behindertenwerkstatt gefertigt, aber auch auf Vereins- und kommunaler Ebene hat das Projekt viele Menschen miteinander verbunden.
Patrick Gaus, Vorstand FC Hardt

Besonders bewegend ist der soziale Zweck:

Der Erlös der Sportbeutel sowie ein Teil des Preisgelds werden einer bedürftigen Familie im Ort gespendet, deren Haus bei einem Brand zerstört wurde.

Der AOK-Nachhaltigkeitspreis 2025 zeigt eindrucksvoll, wie Vereine Verantwortung übernehmen können – für Umwelt, Gemeinschaft und Gesundheit. Der FC Hardt setzt dabei ein starkes Zeichen: Nachhaltigkeit wird dann besonders wirksam, wenn sie Menschen verbindet.