Digital und Technik
Pressemitteilung

Spatenstich für schnelles Internet

Projekt drei von fünf vor dem Abschluss

Spatenstich für schnelles Internet
Vertreter von Landkreis und Telekom sowie die Bürgermeister Thomas Haas (Schiltach) und Bernd Heinzelmann (Schenkenzell).Foto copyright Landkreis Rottweil, Andi Schmider

Mit einem symbolischen Spatenstich in Schenkenzell beginnt der letzte Bauabschnitt im dritten Glasfaser-Projekt des Landkreises. Was nach einem weiteren Termin im Ausbaukalender klingt, markiert tatsächlich einen wichtigen Meilenstein: Der von Bund und Land geförderte Glasfaserausbau für Gewerbegebiete und sogenannte „weiße Flecken“ steht damit kurz vor dem Abschluss.

Seit 2016 setzt der Landkreis gemeinsam mit seinen Städten und Gemeinden ein umfassendes Breitbandkonzept um. In mehreren Bauphasen wurden zunächst ein Backbone-Netz aufgebaut, Schulen mit Glasfaser erschlossen und seit 2022 gezielt Gewerbegebiete sowie unterversorgte Bereiche ausgebaut. Mit dem nun gestarteten Bauabschnitt in Schenkenzell und Schiltach wird dieses dritte Projekt finalisiert.

Der Erste Landesbeamte Hermann Kopp zeigte sich beim Spatenstich entsprechend zufrieden: Der Ausbau mit schnellem Internet sei im Landkreis insgesamt weit fortgeschritten, viele Gewerbegebiete und bislang schlecht versorgte Bereiche seien inzwischen angeschlossen. „Wir sind auf jeden Fall gut unterwegs in Sachen Breitbandausbau“, so Kopp, der auch die Grüße des Landrats überbrachte.

Vor Ort ist die Erwartung groß. Schenkenzells Bürgermeister Bernd Heinzelmann betonte, dass Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger schon lange auf schnelle Internetverbindungen warten. Trotz einer Verzögerung von rund zwei Jahren sei der Baustart nun ein wichtiger Schritt: „Der Ausbau bringt unsere Gemeinde ein großes Stück in Richtung Zukunft.“

Thomas Haas, Bürgermeister von Schiltach, verwies darauf, dass für die Seitentäler diese Maßnahme sehr wichtig sei. Dass Schiltach und Schenkenzell nun den Abschluss bilden, sieht er eher gelassen: „Einer muss bei solchen Projekten den Schluss machen – in diesem Fall sind wir das eben.“ Zugleich ordnete Haas den Ausbau auch in seiner Rolle als Kreisrat ein: Die gewählte Vorgehensweise sei dem Kreistag von der Verwaltung empfohlen und gemeinsam getragen worden – und habe sich als strategisch richtig erwiesen. 

Als Partner setzt der Landkreis beim Ausbau weiterhin auf die Telekom. Daniel Weisshaar, Regio Manager Fiber Süd-West, unterstrich die enge Zusammenarbeit und formulierte das gemeinsame Ziel augenzwinkernd: „Wir machen den Landkreis magenta.“ Auch für kommende Projekte sehe sich die Telekom weiterhin als verlässlicher Partner.

Wie Glasfaser schließlich ins Haus kommt, zeigte Monteur Dimitri direkt vor Ort: Er erklärte anschaulich, wie die empfindlichen Fasern in Leerrohre eingeblasen, verbunden und verlegt werden. Die Gäste konnten sich dabei selbst ein Bild machen – und die Zerbrechlichkeit der Glasfasern buchstäblich in die Hand nehmen.

Mit dem Abschluss dieses dritten Projekts rückt bereits der nächste Schritt in den Fokus: Der Ausbau der sogenannten „grauen Flecken“ steht in den Startlöchern, die Fördermittel sind bewilligt. Der Landkreis Rottweil bleibt damit weiter „auf Kurs“, denn noch müssen einige Adressen mit einem gigabitfähigen Anschluss versorgt werden.