
Am 8. März ist Weltfrauentag, und im Denkinger Bürgerhaus wird den Frauen und Mädchen dieser Welt der ganzen Monat gewidmet.
Angelika Koesling hat sich einiges einfallen lassen und verschiedene Veranstaltungen geplant. So wird es unter anderem einen Filmabend, ein Begegnungscafé und einen Vortrag von Volker Kauder geben. Den Anfang macht aber eine besondere Frau, Eva Bur am Orde. Die 1961 in Essen geborene Künstlerin absolvierte zunächst ein Studium in Archäologie und Philosophie. Es folgte ein Studium in freier Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.
Zudem belegte sie Kurse in Innenarchitektur und absolvierte Lehrgänge an der Sommerakademie in Salzburg und an der Städelschule in Frankfurt für Interdisziplinäre Kunst bei Prof. Herrmann Nitsch.
Diverse Studienreisen brachten die Künstlerin nach Frankreich, New York und Italien. In der Zeit von 2000 bis 2009 hatte Eva Bur am Orde ihr Atelier in Spaichingen. Danach eröffnete sie ihr Atelier in Rottweil, wo sie inzwischen nicht nur arbeitet, sondern auch lebt.
Mit ihren Ethno-Pop-Ölgemälden ist die Künstlerin weit über die deutschen Grenzen hinaus populär. So wurde ihre Kunst bereits in den Niederlanden, in Schweden, Italien, Spanien, Frankreich und Amerika ausgestellt. Jetzt kommt sie mit ihrer Ausstellung „Starke Frauen“ nach Denkingen ins Bürgerhaus. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 5. März um 15 Uhr. Begleitet wird die Vernissage von der Gambengruppe Denkingen. Eine Anmeldung ist erwünscht.
Die Besucher erwarten intensiv farbige und ausdrucksstarke Gemälde, die Liebe jenseits von Hautfarbe oder Ethnie darstellen. Aus all ihren Werken spricht die tiefe Sehnsucht nach einem universellen Weltethos. Ein friedliches Zusammenleben aller Menschen und Kreaturen ist möglich – das ist die Überzeugung von Eva Bur am Orde. Ihr Ansinnen ist es daher, Kunst und Gesellschaft in Einklang zu bringen und das Bewusstsein für globale Themen zu sensibilisieren.
Die Ausstellung ist an jedem Sonntag im März von 15 bis 17 Uhr geöffnet, in dieser Zeit finden auch Führungen statt.
Am 8. März findet im Rahmen der Ausstellung ein Abend über die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai statt. Als Elfjährige erlebte sie, wie die Taliban in ihrer Heimatstadt in Pakistan die Macht übernahmen, sie notierte deren Gräueltaten und die Unterdrückung von Mädchen und Frauen. Innerhalb kürzester Zeit wurde sie weltweit berühmt: Sie trat in Fernsehshows auf und gab Interviews zu den Themen Bildung und Frauen. Als eine der wenigen traute sie sich in die Öffentlichkeit. Ende Dezember erhielt sie für ihr Engagement den pakistanischen Friedenspreis.
Doch den Taliban war sie ein Dorn im Auge. Sie wollten das Mädchen ruhigstellen. Deshalb stürmten sie im Oktober 2012 einen Bus, in dem Malala saß und schossen auf sie. Malala wurde schwer verletzt und musste zuletzt in einer Fachklinik in Großbritannien behandelt werden. Der Abend beginnt um 18 Uhr zunächst mit einer Führung durch die Ausstellung, ab 18.30 Uhr wird die Dokumentation über Malala Yousafzai gezeigt. Anschließend sind die Besucher zu Getränken und Snacks eingeladen. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.