
„Durch den Zugang zu den originalen Formen der Saukirbe Schweinle und Märkle und die direkte Nachbarschaft zum Festplatz war klar: Ich mache Saukirbe-Keramik.“
Die typischen Eintritts-Märkle der Saukirbe wurden nach dem Krieg vom ortsansässigen Hafnermeister Wilhelm Biehler erschaffen und aus Ton hergestellt.

„Ich wusste von den Formen auf dem Dachboden und habe sie an Christoph Zeitz übergeben. Schön zu sehen, wie er das Werk meines Vaters neu belebt“, sagt Anita Eisenseher.
Mit den Formen der Märkle und weiterer Ortwappen war die Grundlage für das Projekt gelegt. Fehlten noch die Rübengeister. Zeitz formte Rüben mit Gips ab, um sie mit Ton reproduzieren zu können. Jede Rübe wird gegossen und tagelang getrocknet. Zum richtigen Zeitpunkt erhält jede mit dem Skalpell ihr individuelles Gesicht.
Im von Biehler übernommenen Ofen werden die Rüben bei 850 und 1050 Grad gebrannt und mit Oxiden und Glasuren künstlerisch gestaltet. So entstanden 60 Einzelstücke.
Die unmittelbare Nachbarschaft zum Festzelt nutzt Atelier Zeitz während der Saukirbe, um seine Keramik anzubieten.
Auf der Website geben zudem erste Fasnet-Reliefs einen Ausblick auf kommende Arbeiten. In Zukunft ist ein besonderer Service geplant: Rübengeister aus Ton selbst gestalten oder nach eigenen Vorlagen ordern, erklärt Zeitz.
Ein Exemplar wird während der Saukirbe zugunsten der neuen Saukirbe-Hütte versteigert, ein weiteres findet in der Bürgerstube im Rathaus Göllsdorf seinen Platz.
Zeitz ergänzt: „Die Schweinle – die bis dahin völlig unbekannt waren – wurden für die erste Saukirbe nach dem Krieg 1948 gestaltet und tragen auch die Jahreszahl. Die typischen wappenförmigen Märkle kamen ab 1949 zum Einsatz. Die Schweinle werde ich zu ihrem 80. Geburtstag 2028 wieder auflegen.“
Verkauf & Termine
Saukirbe & Rübengeisterumzug in Göllsdorf: Samstag, 3. Oktober (ab 12 Uhr bis nachts) & Sonntag, 4. Oktober (ab 12 Uhr)
Online-Shop: Ab 27. September kleines Kontingent unter zeitz.org