
Am Freitag, 8. Mai, wird im Wasserschloss Glatt eine neue Ausstellung eröffnet: Um 18 Uhr laden der Landkreis Rottweil und die Künstler zur Vernissage ein.
Oft werden Präsentationen zweier Kunstschaffender als Doppelausstellungen bezeichnet – diese Schau nennt sich jedoch bewusst „zweifach“. Denn das in Lauffen ob Rottweil lebende Künstlerehepaar beschreitet jeweils eigene, unverwechselbare künstlerische Wege, und genau daraus entsteht der besondere Reiz der neuen Ausstellung im Schloss Glatt.
Christa Schmid richtet ihren Blick auf Gegenstände, Räume und Landschaften des Alltags. In ihren Gemälden inszeniert sie Vertrautes neu – mal nahezu fotorealistisch, mal bewusst abstrahiert. Ein Stück Fleisch, eine Zeitung oder ein Atelier werden so zum Ausgangspunkt für eine intensive, wiederkehrende Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und Deutung.
Gerd Hartmann hingegen entwirft fantastische Bildwelten zwischen Kunst und Archäologie. Er erzählt von fiktiven Fundorten, geheimnisvollen Apparaturen und rätselhaften Schriften. In seinen Arbeiten treffen technische Strukturen auf organische Formen, leuchtende Farben auf scheinbar gealterte Artefakte.
Trotz aller Unterschiede verbindet beide eine gemeinsame künstlerische Fragestellung: die Auseinandersetzung mit Raum, Perspektive und der schöpferischen Kraft der Fantasie. Gerade im Spannungsfeld zwischen Nähe und Eigenständigkeit entfaltet die Ausstellung ihre Wirkung. Die Vernissage bietet die Gelegenheit, beide Künstler persönlich kennenzulernen und erste Einblicke in die Ausstellung zu gewinnen.