Leben in Rottweil
Pressemitteilung

Niedrige Wasserstände in Bächen und Flüssen

Landratsamt ruft zu sparsamem Umgang mit Wasser auf - Bei anhaltender Trockenheit könnte erneut ein Wasserentnahmeverbot erforderlich werden

Niedrige Wasserstände in Bächen und Flüssen
Das angehängte Foto ist am 16.06.2026 am Pegel Göllsdorf (an der Prim) entstanden. Der mittlere Wasserstand an diesem Pegel würde bei 49 Zentimetern liegen. Am Algenbewuchs ist zu erkennen, dass der Wasserstand bereits deutlich darunter liegt, gestern bei etwa 35 Zentimetern.Foto copyright Landkreis Rottweil, Umweltschutzamt

Die Wasserstände in Bächen und Flüssen des Landkreises Rottweil sind derzeit niedrig. Das Landratsamt appelliert deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, in niederschlagsarmen Phasen möglichst auf die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern zu verzichten oder diese auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken.

Trotz einzelner Niederschläge in den vergangenen Wochen haben sich die Wasserstände vieler Gewässer bislang nicht nachhaltig erholt. Hintergrund ist die anhaltend trockene Witterung: Seit November 2025 sind im Land deutlich weniger Niederschläge gefallen als im langjährigen Mittel. Gleichzeitig wurden Ende Mai außergewöhnlich hohe Wassertemperaturen gemessen.

Niedrige Wasserstände und hohe Temperaturen setzen Tiere und Pflanzen in den Gewässern unter Stress. Zusätzliche Wasserentnahmen können die Situation weiter verschärfen.

Grundsätzlich darf Wasser aus Oberflächengewässern nur in geringen Mengen und ausschließlich mit Handgefäßen wie Eimern oder Gießkannen entnommen werden. Dies gilt auch für die Wasserentnahme in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau.

Das Landratsamt beobachtet die Entwicklung der Wasserstände weiterhin aufmerksam. Sollte sich die Situation durch anhaltende Trockenheit verschärfen, können weitergehende Einschränkungen bis hin zu einem Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern erforderlich werden.