Job und Ausbildung
Pressemitteilung

Jubiläum der „starter“: 50 Aussteller waren einst das große Ziel

„starter“-Ausbildungsmesse feiert am 26. und 27. Juni ihr 20-jähriges Bestehen

Jubiläum der „starter“: 50 Aussteller waren einst das große Ziel
Impressionen der Starter aus den vergangenen Jahren. Mittlerweile setzt die Messe verstärkt auf Digitalisierung und Mitmachangebote.Foto copyright Ralf Graner

Mehr als 90 Aussteller verzeichnet die „starter“-Ausbildungsmesse im 20. Jahr ihres Bestehens. In der Stadthalle, der Stallhalle, im Messezelt und im Außenbereich präsentieren sich die Teilnehmer der verschiedensten Branchen. Angefangen hat alles viel kleiner. Ein Rückblick.

Wer die „starter“-Ausbildungsmesse besucht, die wieder am 26. und 27. Juni stattfindet, der kann ganz eintauchen in die Vielfalt der Berufe, die die Region zu bieten hat. Mehr als 90 Aussteller präsentieren sich. Es gibt nicht nur vielfältige Informationen, sondern auch die Möglichkeit, mit Ausbildungsleitern und Azubis persönlich ins Gespräch zu kommen, seine Talente zu entdecken und das eine oder andere selbst auszuprobieren. In den 20 Jahren hat sich die Messe stetig weiterentwickelt und den Anforderungen der Zeit angepasst.

Angefangen hat alles noch recht zaghaft im Jahr 2007 mit der ersten Auflage der Messe. „Ziel ist es, ein jugendgerechtes Berufsfindungs- und Ausbildungsplatz-Forum in Rottweil zu schaffen, von dem der Rottweiler Nachwuchs, aber auch die Firmen in der Raumschaft profitieren können“, heißt es im damaligen Messe-Konzept. „Jedes Unternehmen präsentiert sich an einem eigenen Messestand. Die Aussteller haben dort die Möglichkeit, ihre Ausbildung transparenter zu machen, und fu&776;r ihre Berufe aktiv zu werben“, heißt es weiter. 2007 fand die Messe noch in der Halle am Stadion statt ­– dem Vorgängerbau der heutigen Stadthalle. Nach dem Abriss der alten und der Einweihung der neuen Halle ging die starter erstmals 2009 am neuen Standort über die Bühne und ist seitdem fester Bestandteil im Veranstaltungskalender.

Die „starter“-Ausbildungsmesse wuchs beständig und schrieb schnell Erfolgsgeschichte. Und das tut sie bis heute. Hatte man sich damals noch 50 Aussteller zum großen Ziel gesetzt, so sind es über die Jahre mehr als 90 geworden. Viele sind seit Anbeginn dabei, andere sind neu dazugekommen, wiederum andere warten sogar darauf, mal dabei sein zu dürfen, denn mit 90 bis 95 Ausstellern ist die Messe maximal ausgereizt, und nicht allen Anwärtern kann ein Platz zugewiesen werden. Eine Vergrößerung sei aus vielschichtigen Gründen nicht so einfach umsetzbar, sagen die Organisatoren. „Durch ihre jetzige Größe behält die ‚starter‘ ihren überschaubaren Charme, der den Besuchern die besten Voraussetzungen für gute Kommunikationsmöglichkeiten bietet“, nennt Messeorganisatorin Bettina Weigl von der Städtischen Wirtschaftsförderung einen Grund, das Ausstellungsgelände nicht zu vergrößern. Heute melden sich die Aussteller für die Messe selbst an. „Anfangs wurde noch aktiv akquiriert“, informiert Bettina Weigl. Man habe damals für die Messeteilnahme regelrecht werben müssen.

Werben müssen heute eher die Aussteller, nämlich um Azubis. Die Zeiten, in denen die Unternehmen ihre Ausbildungsplätze noch selbstverständlich besetzen konnten, wie es im Jahr 2007 noch üblich war, die sind längst vergangen. Heutzutage müssen sich die Unternehmen und Betriebe eine Menge einfallen lassen, um Azubis zu gewinnen. Da bietet die „starter“ beste Möglichkeiten.

Recht klein startete auch das Handwerk. Man „hoffte“, so hieß es, das Handwerk überhaupt auf der Messe halten zu können. Heute präsentiert sich das Handwerk beim Handwerkerforum auf gut 60 Quadratmetern und ist ein fester Bestandteil der zweitägigen Messe geworden.

Ein wichtiger Baustein für die positive optische Gesamtwirkung der Veranstaltung ist die einheitliche Darstellung der Messeflächen. Jeder Aussteller, ob kleiner Betrieb oder großes Unternehmen, hatte ab dem zweiten Jahr die gleichen Standbegrenzungen durch professionelle Messewände, die ab 2008 mit der Firma Schüler Messebau, heute Atelier Schüler, umgesetzt wurden. Ein weiterer Erfolgsfaktor war auch die Einführung der mittlerweile elf Premiumpartner und eines Medienpartners. Durch deren Engagement ist es auch für kleinere Unternehmen möglich, sich auf der Messe zu präsentieren.

Die starter lebt auch von ihrer Konstanz, viele der Aussteller und Partner sind von Anfang an dabei. Frank Hugger, von hugger_gestaltung, hat zum Beispiel das Marketingkonzept entwickelt und auch das Logo gestaltet, das nun auch schon zum 20. Mal für die Messe genutzt wird. Hugger hat seine Firma vor zwei Jahren an deutschundfranke verkauft, die seitdem der starter als Marketingagentur zur Seite steht.

Viele Aussteller von Anfang an mit dabei

Seit Beginn ist auch der größte Arbeitgeber Rottweils, das Vinzenz-von-Paul-Hospital, bei der Messe mit dabei. „Die erste ‚starter‘-Messe für Ausbildung und Berufe bot uns auch am Heimatstandort die Möglichkeit, in direktem Kontakt mit den Messebesuchern, die für viele Gesprächspartner überraschende Vielfalt der Ausbildungsangebote unseres Hauses vorzustellen“, sagt Rainer Pfautsch, Pressesprecher der Klinik. Trotz digitaler Informationskanäle seien die Präsenz und der persönliche Kontakt mit interessierten Menschen auf der Messe nach wie vor unverzichtbar.

Auch die AOK ist von Anbeginn dabei und Marketingleiter Jürgen Rexer erinnert sich gerne an die Anfänge. „Vor 20 Jahren hatten viele Firmen ausreichend gute Bewerbungen für ihre Ausbildungsplätze. Wir mussten daher viel Überzeugungsarbeit leisten, damit sich Firmen auf der ‚starter‘ präsentieren“, so Rexer. Die Anzahl der Bewerbungen habe sich im Vergleich zu damals heute deutlich reduziert. Als serviceorientiertes Unternehmen sucht die AOK jedes Jahr bis zu 15 Azubis. „Im Landkreis Rottweil ist die ‚starter‘ das mit Abstand wichtigste Format für die AOK“, betont Jürgen Rexer.

„Die ‚starter‘-Messe wurde schon damals als wichtige Plattform für Berufsorientierung und den direkten Austausch zwischen Unternehmen und Nachwuchskräften wahrgenommen. Viele Firmen gingen mit der Erwartung auf die Messe, in kurzer Zeit zahlreiche interessierte Bewerberinnen und Bewerber kennenzulernen und geeignete Auszubildende oder Nachwuchskräfte für ihre offenen Stellen zu gewinnen“, erinnert sich Andreas Bitzer, Gesamtausbildungsleiter bei Kern Liebers. In den vergangenen 20 Jahren habe sich der Ausbildungsmarkt grundlegend gewandelt, sagt er. Aus einem Arbeitgebermarkt sei ein Bewerbermarkt geworden.

„Unternehmen müssen heute sichtbarer, schneller und authentischer sein. Gute Ausbildungsangebote allein reichen nicht mehr aus“, weiß Andreas Bitzer. Gefragt seien eine starke Arbeitgebermarke, transparente Karriereperspektiven und ein frühzeitiger Kontakt zu potenziellen Auszubildenden und Studierenden – „genau dabei bietet die starter-Messe eine wichtige Plattform“, lobt Andreas Bitzer.

Mit einer Bildergalerie und jeder Menge Jubiläumsspirit wird es während der Messe einen Einblick in 20 Jahre Messegeschichte geben.

Weitere Informationen gibt es unter www.starter-rottweil.de