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„Science Center sind für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft unverzichtbar.“

„Science Center sind für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft unverzichtbar.“
Gemeinsam entwickeln sie das Science Center 2028: Henry Rauner, die Architekten und Planer Tobias Lohne, Florian Röver und Rolf Messerschmidt (Eble Messerschmidt Partner), Ausstellungsgestalter Axel Hüttinger sowie Initiatorin Dr. Christine Schellhorn. Gemeinsam arbeiten sie an einem Zukunftsort für Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.Foto copyright Frank Chudoba

Warum im Neckartal nicht einfach eine neue Attraktion entsteht, sondern ein Ort, der unser Verständnis von Lernen verändern könnte.

Wie begeistert man Menschen für eine Zukunft, die sich schneller verändert als jemals zuvor?

Künstliche Intelligenz verändert unseren Alltag. Neue Technologien entstehen beinahe täglich. Gleichzeitig fällt es vielen Schulen und Bildungseinrichtungen zunehmend schwer, junge Menschen dauerhaft für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Dabei braucht unsere Gesellschaft gerade in diesen Bereichen Menschen, die Technologien nicht nur anwenden, sondern verstehen, weiterentwickeln und verantwortungsvoll einsetzen.

Wenn Kinder das Wort Mathematik hören, reagieren viele mit gemischten Gefühlen. Manche sind begeistert, andere denken sofort an Klassenarbeiten, Formeln oder Notendruck. Ähnlich verhält es sich mit Begriffen wie Physik oder Elektrotechnik. Dabei beginnt die Faszination für Naturwissenschaft meist ganz woanders – nämlich dort, wo Menschen staunen, ausprobieren und Zusammenhänge selbst entdecken.

Vielleicht liegt genau darin eine der größten Herausforderungen unseres Bildungssystems: Häufig begegnen Kinder zuerst Fachbegriffen – und erst viel später der Begeisterung, die dahintersteckt.

Genau hier setzt eine Idee an, die derzeit im Rottweiler Neckartal Gestalt annimmt.

Wer beim Begriff Science Center zunächst an eine Sammlung interaktiver Experimente denkt, greift allerdings zu kurz. Je intensiver ich mich mit dem Konzept, den Gesprächen und den Menschen hinter diesem Projekt beschäftigt habe, desto deutlicher wurde mir: Hier entsteht nicht einfach ein weiterer Lernort. Hier entsteht der Versuch, Menschen wieder Lust darauf zu machen, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu verstehen und Zukunft aktiv mitzugestalten.

Hinter dieser Idee steht kein Einzelner, sondern ein Team mit unterschiedlichen Kompetenzen. Die Zukunftswelten GmbH & Co. KG ist Projektträgerin und Ideengeberin des Science Centers 2028. Campus Schule-Wirtschaft bringt seine langjährige Erfahrung aus den Experimentier- und Arbeitswelten sowie der Bildungsarbeit ein. Gemeinsam mit Ausstellungsgestalter Axel Hüttinger entsteht derzeit das didaktische Konzept, während Eble Messerschmidt Partner die architektonische Umsetzung des gemeinsamen Konzepts verantworten. Gerade dieses Zusammenspiel macht den geplanten Zukunftsort so besonders.

„Es ist ein Palast der Motivation.“

Mit diesem Satz beschreibt Ausstellungsgestalter Axel Hüttinger den gemeinsamen Anspruch, den das Science Center verfolgt. Gemeinsam mit Campus Schule-Wirtschaft entwickelt er derzeit das Ausstellungskonzept und bringt dabei seine jahrzehntelange internationale Erfahrung in der Gestaltung interaktiver Wissenschaftsausstellungen ein.

Es geht nicht um Ergebnisse der Wissenschaft – es geht um Wissenschaft.

Dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Konzept. Besucherinnen und Besucher sollen nicht fertige Antworten präsentiert bekommen. Sie sollen erleben, wie Erkenntnisse entstehen. Sie dürfen experimentieren, beobachten, scheitern, neue Wege ausprobieren und schließlich selbst Zusammenhänge entdecken. Genau deshalb bezeichnet Hüttinger ein gutes Science Center als „öffentliches Labor“ – und als „Palast der Motivation“. Einen Ort, der nicht in erster Linie Wissen vermittelt, sondern Neugier weckt und Lust macht, weiterzudenken.

Dieser Gedanke erscheint heute aktueller denn je. Künstliche Intelligenz liefert innerhalb weniger Sekunden Antworten auf nahezu jede Wissensfrage. Umso wichtiger werden Fähigkeiten, die sich nicht auf Knopfdruck erzeugen lassen: neugierig bleiben, Zusammenhänge erkennen, kritisch denken und die richtigen Fragen stellen. Genau dort setzt das Science Center an.

Lernen beginnt nicht mit Formeln – sondern mit Neugier

Vielleicht liegt genau hier die größte Innovation des gesamten Projekts.

Wer einen Blick auf das Ausstellungskonzept wirft, sucht zunächst vergeblich nach den klassischen Bereichen eines Science Centers. Statt Physik, Chemie oder Mathematik begegnen den Besucherinnen und Besuchern Begriffe wie Flow, Rhythm, Balance, Structure und Logic. Auf den ersten Blick wirken sie ungewöhnlich. Tatsächlich steckt dahinter jedoch ein bewusst gewählter didaktischer Ansatz.

Axel Hüttinger möchte verhindern, dass Kinder bereits beim Lesen eines Schildes an Unterricht, Klassenarbeiten oder Leistungsdruck denken. Begriffe wie Mechanik oder Elektrotechnik können ungewollt Barrieren aufbauen. Das Science Center geht deshalb einen anderen Weg: Es beginnt mit Erfahrungen, die jeder Mensch kennt. Bewegung. Gleichgewicht. Rhythmus. Muster. Logisches Denken. Erst durch eigenes Experimentieren erschließen sich daraus die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge.

Der Weg zum Wissen verläuft also genau andersherum als im klassischen Unterricht. Nicht das Fach steht am Anfang, sondern die Faszination. Nicht die Formel, sondern das Erlebnis. Naturwissenschaft wird nicht erklärt – sie wird entdeckt.

Fünf Themenwelten als Einladung zum Entdecken

Auch wenn das Ausstellungskonzept derzeit noch weiterentwickelt wird, lässt sich die Grundidee bereits gut erkennen. Jede Themenwelt greift eine Erfahrung auf, die Menschen unabhängig von Alter oder Vorwissen unmittelbar nachvollziehen können.

Flow beschäftigt sich mit allem, was fließt und sich bewegt. Wasser, Luft, Energie, elektrischer Strom oder die Bewegung kleinster Teilchen zeigen, dass Dynamik unsere gesamte Welt prägt. Bereits im Eingangsbereich sollen interaktive Installationen diesen Gedanken erlebbar machen.

Rhythm verbindet Naturwissenschaft mit Musik, Bewegung und Zeit. Schwingungen, Pendel oder pulsierende Sterne verdeutlichen, dass rhythmische Abläufe sowohl in der Natur als auch im Universum eine grundlegende Rolle spielen.

Balance widmet sich dem Gleichgewicht – nicht nur in der Physik, sondern auch im täglichen Leben. Experimente mit Kräften, Pendeln oder gemeinsam lösbaren Aufgaben zeigen, dass Stabilität oft erst durch das Zusammenspiel verschiedener Kräfte entsteht.

Structure richtet den Blick auf Muster und Ordnungen. Ob in der Architektur, der Biologie, der Mathematik oder der modernen Industrie – überall folgen komplexe Systeme bestimmten Strukturen. Gleichzeitig eröffnet dieser Bereich Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, den Bezug zwischen wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Anwendungen anschaulich zu vermitteln.

Logic fordert schließlich den Kopf heraus. Rätsel, Knobeleien und interaktive Herausforderungen laden dazu ein, Probleme eigenständig zu lösen und neue Denkwege auszuprobieren. Nicht das richtige Ergebnis steht im Mittelpunkt, sondern der Weg dorthin.

Kurt Hüttinger

Gerade diese Verbindung aus Emotion, Erfahrung und wissenschaftlicher Neugier macht den Ansatz des Science Centers so besonders. Während Wissen in Schule und Ausbildung häufig nach Fächern gegliedert wird, orientiert sich das Konzept konsequent an der Art und Weise, wie Menschen ihre Umwelt erleben. Vielleicht liegt genau darin seine größte Stärke: Es möchte Naturwissenschaft nicht vereinfachen – sondern den Zugang zu ihr erleichtern. 

Ein Ort, der mit den Menschen gewachsen ist

Viele Projekte beginnen mit einer Idee.

Beim Science Center war es genau umgekehrt.

„Wir wissen heute, was funktioniert – und was nicht“, sagt Initiatorin Dr. Christine Schellhorn. Hinter diesem unscheinbaren Satz verbirgt sich einer der größten Unterschiede zu vielen anderen Projekten.

Die Zusammenarbeit zwischen Campus Schule-Wirtschaft und Axel Hüttinger begann Ende 2025 bei einem Treffen großer Science Center in Nürnberg. Schnell wurde deutlich, dass beide dieselbe Überzeugung teilen: Science Center müssen heute mehr sein als Orte zum Experimentieren. Sie sollen Menschen aller Generationen neugierig machen, Fragen wecken und dazu beitragen, gesellschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen. Aus diesem Austausch entstand die Idee, das Ausstellungskonzept für das Science Center 2028 gemeinsam zu entwickeln.

Das Science Center entsteht nicht auf der grünen Wiese und auch nicht am Reißbrett. Es baut auf den Erfahrungen der Experimentierwelten von Campus Schule-Wirtschaft auf, die sich über Jahre hinweg zu einem außerschulischen Lernort entwickelt haben. Dort zeigte sich, dass längst nicht nur Schülerinnen und Schüler experimentieren wollten. Auch Auszubildende, Studierende, Ingenieure regionaler Unternehmen, Führungskräfte, Familien oder Fachkräfte nutzten die Angebote. Aus einem Ort zum Experimentieren wurde zunehmend ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Lernens.

Genau diese Erfahrungen führten zu einer entscheidenden Erkenntnis: Menschen interessieren sich nicht nur für naturwissenschaftliche Phänomene. Sie möchten verstehen, wie sie mit ihrem Alltag, ihrer Arbeit und den Herausforderungen unserer Zeit zusammenhängen.

Deshalb versteht sich das Science Center nicht ausschließlich als Ort für Naturwissenschaft und Technik. Es möchte Bildung weiter denken. Persönliche Entwicklung, Kreativität, gesellschaftliche Fragestellungen und der Austausch zwischen Generationen gehören ebenso zum Konzept wie klassische Experimente. Das Ziel besteht nicht allein darin, Wissen zu vermitteln, sondern Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Neugier zu wecken und Begeisterung für Zukunftsthemen entstehen zu lassen.

Bildung endet nicht an der Schultür

Ein Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die Gespräche mit den Projektverantwortlichen: Neugier ist der Anfang allen Lernens – und sie endet nicht mit dem Schulabschluss.

Axel Hüttinger verweist auf Erkenntnisse der Lernforschung, nach denen ein großer Teil unseres Wissens außerhalb des klassischen Unterrichts entsteht – durch eigene Erfahrungen, Gespräche, Beobachtungen und das Ausprobieren neuer Dinge. Genau deshalb versteht sich das Science Center nicht als Konkurrenz zur Schule, sondern als deren Ergänzung. Es soll ein Ort sein, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene ohne Leistungsdruck experimentieren, diskutieren und Fragen stellen dürfen. Ein Ort, an dem Neugier wichtiger ist als Noten und Entdecken wichtiger als Auswendiglernen.

Gerade in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz innerhalb weniger Sekunden Antworten auf nahezu jede Wissensfrage liefern kann, gewinnen andere Fähigkeiten an Bedeutung: Zusammenhänge erkennen, kritisch denken, kreativ handeln und die richtigen Fragen stellen. Genau diese Kompetenzen entstehen nicht durch das bloße Vermitteln von Fakten, sondern durch eigenes Erleben.

Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Stärke des Science Centers. Es möchte Menschen nicht sagen, was sie denken sollen. Es möchte ihnen zeigen, wie Erkenntnisse entstehen. Wissenschaft wird dadurch nicht zum Ergebnis, sondern zum Weg – und Lernen zu einem lebenslangen Prozess, der weit über die Schulzeit hinausreicht.

Architektur wird Teil der Idee

Wer das Science Center ausschließlich als Ausstellungsgebäude betrachtet, übersieht einen wesentlichen Teil des Konzepts. Für Architekt Wolf Messerschmidt endet das Projekt nicht an der Eingangstür. Das Gebäude selbst soll Teil der Geschichte werden, die das Science Center erzählen möchte.

Architektur und Ausstellung wurden deshalb von Anfang an gemeinsam gedacht. Während Campus Schule-Wirtschaft gemeinsam mit Ausstellungsgestalter Axel Hüttinger den pädagogischen Ansatz weiterentwickelt, übersetzen Eble Messerschmidt Partner diese Idee in einen räumlichen Erlebnisort. Ziel ist kein Gebäude mit einer Ausstellung, sondern ein Zukunftsort, in dem sich Architektur und Bildungskonzept gegenseitig ergänzen.

Eble Messerschmidt Partner

Sein Ansatz beginnt mit einer einfachen Frage: Müssen wir wirklich immer neu bauen, wenn wir Zukunft gestalten wollen?

Die Antwort fällt bewusst anders aus. Statt das ehemalige ENRW-Gebäude abzureißen, setzt das Planungsteam auf eine intelligente Weiterentwicklung des Bestands. Rund 240 Tonnen bereits gebundenes CO&8322; bleiben dadurch erhalten. Neue Räume entstehen nicht durch möglichst viel Neubau, sondern durch den kreativen Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Nachhaltigkeit beginnt damit nicht erst bei Photovoltaik oder Wärmepumpe – sie beginnt bereits bei der Entscheidung, Bestehendes weiterzudenken.

Gerade dieser Gedanke passt erstaunlich gut zum pädagogischen Konzept des Science Centers. So wie Wissen nicht einfach vermittelt, sondern neu entdeckt werden soll, erhält auch das Gebäude eine neue Aufgabe, ohne seine Geschichte zu verlieren.

Der Science Walk erzählt die Geschichte weiter

Diese Haltung wird besonders am Science Walk sichtbar. Er ist weit mehr als eine markante Außentreppe oder eine Dachterrasse. Der Rundweg verbindet Innen- und Außenraum, eröffnet neue Blickwinkel auf Neckar, Altstadt, Testturm und das Gelände der Landesgartenschau und macht bereits den Weg durch das Gebäude zu einem besonderen Erlebnis.

Eble Messerschmidt Partner

So beginnt das Science Center nicht erst mit der Ausstellung. Es lädt seine Besucherinnen und Besucher schon beim Betreten des Gebäudes dazu ein, die Umgebung mit neuen Augen zu entdecken und Architektur als Teil eines ganzheitlichen Zukunftsortes zu erleben.

Zukunft entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen

Je länger man sich mit dem Konzept beschäftigt, desto deutlicher wird, dass das Science Center nicht für einen einmaligen Besuch konzipiert wurde. Es versteht sich als lebendiger Ort, der sich ständig weiterentwickelt und immer wieder neue Anlässe schafft, zurückzukehren.

Schulklassen experimentieren am Vormittag. Nachmittags treffen sich Familien oder Kinder zu Workshops und Mitmachangeboten. Am Abend können Unternehmen, Hochschulen oder Wissenschaftler die flexibel gestalteten Räume für Vorträge, Diskussionen oder Netzwerkveranstaltungen nutzen. Gute Science Center, sagt Axel Hüttinger, leben nicht in erster Linie von ihren Exponaten, sondern von den Menschen, die sie mit neuen Ideen, Fragen und Themen immer wieder mit Leben füllen.

Vielleicht liegt gerade darin eine der größten Chancen für Rottweil. Das Science Center möchte kein Ort sein, den man einmal besucht und anschließend wieder vergisst. Es soll zu einem Treffpunkt werden – für Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Ort, an dem unterschiedliche Generationen und Perspektiven zusammenkommen und voneinander lernen können. Genau daraus entstehen häufig die Ideen, die eine Region langfristig voranbringen.

Vielleicht entsteht hier genau deshalb kein Ort, den man besucht, sondern einer, zu dem man immer wieder zurückkehrt.

Ein Projekt, das nicht scheitern durfte

Je überzeugender eine Idee ist, desto schmerzhafter wäre ihr Scheitern.

Auch beim Science Center stellte sich irgendwann die Frage der Finanzierung. Hinter den nüchternen Zahlen verbirgt sich jedoch eine Geschichte, die viel über die Menschen hinter diesem Projekt erzählt.

Ursprünglich war für den Umbau des ehemaligen ENRW-Gebäudes ein Investor vorgesehen. Als dieser kurzfristig absprang, schien das Vorhaben plötzlich in Frage gestellt.

Für Dr. Christine Schellhorn war das jedoch keine Option.

„Wir konnten das Projekt nicht sterben lassen.“

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Henry Rauner gründete sie die Zukunftswelten GmbH & Co. KG, brachte eigenes Kapital ein und nahm zusätzlich Kredite auf, um das Projekt weiterzuführen. Gleichzeitig soll die Gesellschaft weiteren Mitgesellschaftern die Möglichkeit eröffnen, sich an diesem Zukunftsprojekt zu beteiligen. Dahinter steht weniger der Wunsch, ein Gebäude zu errichten, als die Überzeugung, eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen.  

Rendite lässt sich nicht nur in Euro messen

„Es ist schade, dass Rendite oft nur in Euro gesehen wird.“

Dieser Satz von Christine Schellhorn gehört zu den Aussagen, die über das Science Center hinausweisen.

Natürlich müsse sich ein Projekt wirtschaftlich tragen. Doch daneben gebe es eine zweite Form der Rendite – eine, die sich nicht in Jahresabschlüssen oder Bilanzen messen lasse.

Was bedeutet es für eine Region, wenn Kinder ihre Begeisterung für Naturwissenschaft entdecken? Wenn Unternehmen leichter mit jungen Talenten in Kontakt kommen? Wenn Schulen einen außergewöhnlichen Lernort erhalten? Oder wenn Menschen neugierig bleiben und sich aktiv mit Zukunftsthemen auseinandersetzen?

Auch das ist Wertschöpfung. Vielleicht sogar eine der nachhaltigsten überhaupt.

Deshalb hoffen die Initiatoren, weitere Menschen und Unternehmen zu gewinnen, die diese Sichtweise teilen. Gesucht werden nicht nur Kapitalgeber, sondern Partner, die dazu beitragen möchten, Bildung, Innovation und regionale Entwicklung langfristig zu stärken.

Eine Finanzierung mit klarer Aufgabenteilung

Auch die Finanzierungsstruktur folgt diesem Gedanken. Die interaktive Ausstellung wird von der gemeinnützigen Campus Schule-Wirtschaft geG entwickelt und soll zu 70 Prozent über das LEADER-Förderprogramm finanziert werden. Das Gebäude selbst dagegen wird privat über die Zukunftswelten GmbH & Co. KG getragen. Öffentliche Fördermittel fließen damit gezielt in den Bildungsauftrag, während die bauliche Entwicklung auf privatem Engagement basiert.

Wie begeistert man Menschen für eine Zukunft, die sich schneller verändert als jemals zuvor?
Vielleicht ist genau das die eigentliche Stärke dieses Projekts. Es entsteht nicht aus der Idee eines Einzelnen, sondern aus der gemeinsamen Überzeugung, dass Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Zukunft gestalten, wo Menschen neugierig bleiben und voneinander lernen.

 

Warum dieses Projekt für Rottweil eine Chance sein könnte

  • Stärkung des Bildungsstandorts
  • Ergänzung der Landesgartenschau um ein ganzjähriges Angebot
  • Impulse für Fachkräftesicherung und Unternehmen
  • Neue touristische Anziehungskraft im Neckartal
  • Begegnungsort für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft
  • Modellprojekt für nachhaltige Umnutzung bestehender Gebäude

Gemeinsam entsteht ein Zukunftsort

Zukunftswelten GmbH & Co. KG
Projektträgerin und Ideengeberin des Science Centers 2028.
Ansprechpartner: Henry Rauner & Dr. Christine Schellhorn
E-Mail: christine.schellhorn@campus-sw.de

Campus Schule-Wirtschaft
Entwickelt die pädagogische Grundlage und bringt seine langjährige Erfahrung aus den Experimentier- und Arbeitswelten ein.

Hüttinger Interactive Exhibitions
Entwickelt gemeinsam mit Campus das Ausstellungskonzept und ergänzt dieses durch internationale Erfahrung in der Konzeption moderner Science Center.

Eble Messerschmidt Partner
Übersetzt die gemeinsame Idee in Architektur und gestaltet einen nachhaltigen Bildungs-, Innovations- und Begegnungsort.