Digital und Technik

Theaterstück zu den Risiken der digitalen Welt

„@Ed_und_ich“ an der Grundschule Dunningen-Seedorf

Theaterstück zu den Risiken der digitalen Welt

„Was würdet ihr tun, wenn euch ein Fremder im Internet anschreibt?“ Diese und viele weitere Fragen rund ums Thema Online-Medien haben Schülerinnen und Schüler der Grundschule Dunningen-Seedorf im Rahmen des Theaterstücks „@Ed_und_ich“ besprochen. Diese Aufführung ist Teil eines kreisweiten Präventionsprojektes.

Im Mittelpunkt der besonderen Unterrichtseinheit steht jeweils ein rund 40-minütiges Theaterstück des Ensembles „Mach Was“ unter der Leitung von Monika Wieder. Das Stück erzählt die Geschichte der achtjährigen Leonie. Ihre Oma schenkt ihr ein Tablet zum Geburtstag und öffnet ihr damit die Türen in eine bis dahin unbekannte Welt, mit allen Chancen und Gefahren, die sich dahinter verbergen.

An die Aufführung schließt sich jeweils eine theaterpädagogische Nachbereitung in den Klassen an. In Dunningen-Seedorf kommen die Kinder dabei schnell ins Gespräch, erzählen über ihre eigenen Erfahrungen mit Smartphones, Tablets, Messenger-Diensten und Online-Spielen. Gemeinsam wird besprochen, wie man auf Nachrichten von unbekannten Personen reagiert, warum persönliche Daten geschützt werden müssen und dass die Kinder sich Hilfe holen sollen, wenn ihnen online etwas „komisch vorkommt“.

Die lebhafte Beteiligung der Klasse zeigt, wie präsent digitale Medien bereits im Grundschulalter sind. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig für mögliche Risiken zu sensibilisieren und ihnen einen sicheren Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln.

Das Theaterstück ist Teil eines weitreichenden Präventionsprojektes des Gesundheitsamts des Landkreises Rottweil in Zusammenarbeit mit den regionalen Anlauf- und Beratungsstellen: Fachstelle Sucht, Referat Prävention des Polizeipräsidiums Konstanz, Kreismedienzentrum, Schulamt Donaueschingen. Ziel ist es, Kinder altersgerecht zu sensibilisieren, Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende zu unterstützen sowie Eltern in Fragen der Medienerziehung zu stärken.

Ein zentrales Element des Projekts sind neben den Theateraufführungen in den Klassen schulübergreifende Elternabende mit Expertenvorträgen. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle interessierten Eltern im Landkreis – unabhängig davon, ob die Schule ihres Kindes am Präventionsprojekt teilnimmt.

Die Elternabende vermitteln Informationen und praktische Tipps rund um die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Themen sind unter anderem soziale Netzwerke, Online-Spiele, Smartphones sowie Fragen der Medienerziehung im Familienalltag. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bereits in der ersten Projektphase von März 2024 bis März 2025 nahmen 45 Grundschulen am Projekt teil. Dabei konnten 2368 Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Aufgrund der positiven Resonanz wurde das Projekt verlängert. Seit April 2026 läuft die zweite Projektphase. Bislang haben bereits 31 Grundschulen weitere Aufführungen gebucht.

Elternabende 2026:

  • 08. Juli 2026, 18:30 – ca. 20.30 Uhr, Rottweil: „Mein Kind, sein Smartphone, meine (Mit-)Verantwortung“
  • 21. Oktober 2026, 18:30 – ca. 20.30 Uhr, Altoberndorf: „Mein Kind bei Instagram, TikTok, Fortnite und Snapchat…was geht mich das an?“
  • 25. November 2026, 18:30 – ca. 20.30 Uhr, Schramberg: „Positive Mediennutzung in der Familie“

Das Projekt zeigt: Medienkompetenz beginnt nicht erst im Jugendalter. Bereits in der Grundschule werden wichtige Grundlagen gelegt, damit Kinder die Chancen der digitalen Welt nutzen können und gleichzeitig für deren Risiken sensibilisiert werden.

Das Theaterstück wird finanziert durch die Kommunale Gesundheitskonferenz, die Stiftung der Kreissparkasse Rottweil und die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.