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Kultur und Freizeit

Kunst in allen Variationen: Am 3.Oktober leuchtet der Oberrotenstein wieder

Oberrotenstein
© Moni Marcel

Am 3. Oktober bringen Tobias Kammerer und sein Team wieder den Oberrotenstein zum Leuchten. Und wieder gibt es ein vielfältiges Programm, das um 14 Uhr an der Ku(h)nstscheune von Corinna Lange am Hofgut startet. Mit Kaffee, Kuchen und Kunst, die in diesem Jahr unter dem Motto „Strandfeeling“ steht – mit entsprechender Gestaltung – man darf sich auch auf jede Menge Sand freuen. Und vor allem auf die Werke von Heidrun Nastold, Corinna Lange, Joanna Kafka, Werner Nörenberg, Emma Pfister, Ulrike Bothner-Clemens und Ingrid Schatter.

Bevor diese Ausstellung um 16.30 Uhr eröffnet wird, geht es einige Meter weiter zur feierlichen Einweihung der nächsten Skulptur auf dem Kunstpfad: Der „Schreitende“ von Herbert Goeser ist nach Chantal Coutus Schaf Gwendoline die Fortsetzung des geplanten kunstgesäumten Wegs zwischen dem Oberrotenstein, Hausen und dem Kunstdünger auf der anderen Seite.. „Das ist eine wunderbare Skulptur“, freut sich Tobias Kammerer auf das Werk des 2022 verstorbenen Kollegen. „Er war ein hervorragender Künstler. Mich hat besonders sein handwerkliches Können beeindruckt.“

Ab 17.30 Uhr geht es dann am Skulpturengarten mit Bewirtung und um 18 Uhr in Kammerers Atelier weiter. Hier wird Matthias Graf-Hetzler die Ausstellung von Achim Ketterer eröffnen. Dessen Werke stehen unter dem Titel „Spurensuche“. Ketterer hat Landschaftsarchitektur und später Malerei bei Professor Markus Lüpertz studiert. Ihn fasziniert der menschliche Körper ebenso wie verlassene Gebäude: das zerfallende Olympiastadion in Sarajevo – osteuropäischer Betonbrutalismus - ebenso wie zerstörte Wohnhäuser in Gaza. „Dabei will ich eigentlich gar nicht politisch sein. Und bin es irgendwie doch!“ Ketterers Bilder strahlen in all der Schwere des Themas eine angenehme Leichtigkeit aus – „das ist besser, als den schweren deutschen Sack rumzuschleppen.“ Dies und seine beeindruckenden „Versuche, den Körper zu entdecken“, wie er selbst sagt, sind dann im Atelier zu sehen. Und um 19 Uhr werden dann wieder die Glasskulpturen von Tobias Kammerer in bunten Farben leuchten.