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Wenn Hund und Mensch ein Team bilden und Menschen retten

Unterwegs mit der Rettungshundestaffel Rottweil-Hegau e.V.
11.02.2019 von Frank Chudoba
Von links nach rechts: Ulf Schmidt, Gino Lucia, Siegfried Schwarz, Christine Bastian, Dagmar Amstädter, Simone Mohr-Kugler, Annette Rieger, Heiko Schütt. Im Hintergrund THW Villingen Die Hunde: Mina, Cleo, Aaron, Bilbo, Merlin, Romi, Jack und Ilvy
copyright Frank Chudoba

Das Thermometer zeigt minus fünf Grad. Angekommen an einer leerstehenden Jugendherberge in Villingen, die schon bald abgerissen werden soll. Diese Stätte dient als Trainingslager für die Polizei, dem THW, aber auch für die Rettungshundestaffel. Glücklicherweise kein Ernstfall. Doch dafür wird regelmäßig geübt. Die Hundeführer stehen bereit und warten auf die Anweisungen des Staffelführers Heiko Schütt. Das Technische Hilfswerk (THW) aus Villingen steht als Koordinator und Rettungstrupp bereit. Heute auch mit heißem Kaffee. 

Vier THW-Mitarbeiter verstecken sich im Gebäude. Hinter Geräten, unter Stühlen, in engen Kammern. Angeführt von Ihren „Herrchen" und „Frauchen" durchsuchen die Hunde die Innenräume. Wie viele Personen zu suchen sind, wissen sie nicht - ganz wie im Ernstfall. Für das zweibeinige Team ist es heute die Simulation zum Aufspüren von Opfern aufgrund einer Explosion, für die Hunde ein Spiel. Die Koordination übernimmt Gruppenführer Christine Bastian in Zusammenarbeit mit dem Zugführer des THW.

Es gibt drei Arten, wie Hunde den Fund bei Such- und Rettungseinsätzen anzeigen und entsprechend ausgebildet werden können, erklärt Heiko Schütt, der auch das Amt des ersten Vorsitzenden bekleidet.
Den Freiverweiser, Bringsler und Verbeller. Letzteres wird in dieser Hundestaffel ausgebildet. Dabei verbleibt er beim Gefundenen und äußert sich durch lautes Bellen, bis sein Hundeführer bei ihm ist und die Hilfeleistungen beginnen kann. Diese Form ist einfacher zu erlernen, weniger anstrengend und gerade im Einsatzfeld der Trümmersuche die einzig sinnvolle Anzeigeart.
Er selbst ist seit 8 Jahren dabei. Er wollte seinem Hund mehr bieten als das Sofa, seine natürlichen Instinkte erhalten. Schon seit der 15. Woche ist sein Labrador Apollo dabei.

Während früher bevorzugt Schäferhunde für den Such- und Rettungseinsatz ausgebildet wurden, kommen heute Hunde unterschiedlichster Rassen zu Einsatz. Aufgrund der weitläufigen Einsatzgebiete sollten diese jedoch nicht zu klein oder zu groß sein. 
Ob die Hunde für den Einsatz geeignet sind, ließe sich an seinem spielerischen Trieb und Konzentrationsfähigkeit erkennen. Dafür gäbe es für das jeweilige Team eine sechsmonatige Probezeit.
Die Hunde äußern sich beim Auffinden der gesuchten Person sehr unterschiedlich. Ein bestimmtes Verhalten, besondere Laute, die Dringlichkeit oder heftiges Wedeln mit dem Schwanz. Der Halter des Hundes versteht seinen Vierbeiner am besten. Aus diesem Grund gibt dieser nicht seinen Hund für Einsatzzwecke her, sondern bildet als Hundeführer mit ihm ein Team. 
In einer zweijährigen Ausbildung zum Rettungshund erlernen der Hundeführer und sein Hund das Auffinden gesuchter Personen. Beim Hund wird das Gespür und das Anzeigen trainiert, Hundeführer erhalten eine Ausbildung in Erste Hilfe, Erste Hilfe am Hund und Umgang mit Karte, Kompass, GPS und BOS-Funk. Doch eines wird dabei auch intensiviert: die Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Eine Erfahrung die im täglichen Zusammenleben und vor allem für Menschen, die ihre Hilfe benötigen, mehr als hilfreich ist.

Schon das Anziehen der orangefarbenen Jacke oder das Umlegen des neonfarbenen Halsbandes, ja sogar ein nächtlicher Anruf signalisiere dem Rettungshund, dass es losgeht.

Die 1975 gegründete Rettungshundestaffel Rottweil ist Teil des Katastrophenschutzes Rottweil und gehört zu den ältesten Staffeln des Bundesverbandes Rettungshunde. Aktuell sind 16 Hunde in der Staffel aktiv, 9 davon fertig ausgebildet und einsatzfähig. Das engagierte Team arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. Ein intensives ehrenamtliches Hobby, das 365-tägige Bereitschaft, selbst in der Nacht, bedeuten kann, doch allen Teilnehmern viel zurück gibt. Das beweist die Erfahrung: wer einmal dabei ist, bleibt es in der Regel auch. Ist der eigene Hund für das Aufspüren in die Jahre gekommen, so bringen sie ihren Nachwuchs mit. Doch auch ein Hund in „Rente“ darf beim Training seiner Leidenschaft nachgehen: Menschen retten. Auch wenn diese sich freiwillig verstecken und nicht in Lebensgefahr schweben.

Doch was ist es, was sie antreibt?

Im Gespräch mit den anwesenden Hundeführern werden schnell zwei Punkte deutlich:
Zum einen das Bewusstsein, Menschenleben retten zu können: zum Beispiel vermisste alte Leute, suizidgefährdete Menschen oder Verschüttete, und das mit dem Spürsinn seines geliebten Vierbeiners. 
Zum anderen: der Aufbau einer ganz besonderen Beziehung zu seinem Hund. Als Hundeführer lernt man diesen zu führen und zu verstehen. Und ganz nebenbei betreiben sie ein gemeinsames Hobby. 

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