Kultur und Freizeit

Chorverband: Den Chören aus der Krise helfen

Verbandstag in den Sommer verschoben

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Bei einer digitalen Sitzung beriet der Vorstand des Chorverbands Schwarzwald-Baar-Heuberg am Samstag darüber, wie den darbenden Chören aus der Krise geholfen werden kann. Denn klar ist:  Fast alle Chöre haben haufenweise Sänger verloren, manche denken ans Aufhören, und das derzeit vorgeschriebene Singen mit Maske macht auch keinen Spaß.

Doch zunächst wurde festgelegt, dass der Chorverbandstag in den Sommer verlegt wird, er ist nun für den 16. Juli in Tuttlingen geplant, in der Hoffnung, ihn dann in Präsenz veranstalten zu können. Am selben Tag findet auch der Chorverbands-Jugendtag statt, bei dem die Probleme noch größer sind. Denn Kinder- und Jugendchöre gibt es immer weniger. Hier soll nun ein konstruktiver Austausch stattfinden, denn einzelne Chöre wie der Spaichinger Kinderchor oder auch ein Projekt in Konstanz vermelden entgegen dem Trend eine recht gute Resonanz. Im Gespräch wollen sich Vorsitzender Dieter Kleinmann, Jugendbeauftragter Torsten Litla zusammen mit den Verantwortlichen für Kinder- und Jugendchören im Chorverband  mit den Spaichingern und Konstanzern austauschen und Ideen entwickeln, wie man die Kinder- und Jugendchöre seitens des Verbands unterstützen könnte.
 
Diskutiert wurde auch darüber, wie Sänger aus aufgelösten Chören anderswo Anschluss finden könnten, und schließlich war es der Vorschlag von Judith Abele-Rothenhäusler, regional offene Sing-Chorangebote zu machen, der am meisten Anklang fand. Viele Sorgen und Nöte der Chöre der Region haben sich die Vorstandsmitglieder in den letzten Wochen angehört, sie haben mit sämtliche Chorvorständen das Gespräch gesucht, was gut ankam. Alle hätten sich gefreut, dass sich der Vorstand bei ihnen meldete, so Geschäftsführerin Monika Koch. Auch das will man im Mai und Juni erneut machen, "wir wollen den Vereinen und Chören ja helfen!", betonte Vorsitzender Kleinmann. In Sachen Fortbildungen hakt es derzeit, wie Monika Koch betonte. Zwar sei der Kurs für digitale Chorproben mit Uli Groß sehr gut angenommen worden, für alle anderen Angebote habe sich aber niemand angemeldet. Deswegen soll es weitere Fortbildungen erst im kommenden Jahr geben, und man wird die Fortbildungen vom Schwäbischen Chorverband und der Deutschen Chorjugend verstärkt bewerben.
 
Indessen kümmert sich Raimund Kupferschmid zusammen mit Brigitte Jani-Lutz um die  Geschichte des Verbands, diese sei ja gerade den Jüngeren nicht bekannt. Der Ehrentag und das Ehrencafé werden wieder einmal verschoben.