
Die einen machen am Muttertag ein Frühstück für die Mama, die anderen schenken Gutscheine fürs Zimmeraufräumen oder einen Entspannungstag, der Mädchenchor schenkt den Mamas – aber auch den Omas, Tanten und allen anderen – traditionell ein Konzert zum Muttertag.
Zusammen mit dem Schulchor der Konrad-Witz-Schule wurde daraus im schönen Jugendstilsaal des Vinzenz-von-Paul-Hospitals ein tolles musikalisches Geschenk, das der Förderverein des Mädchenchors noch zusätzlich mit Kaffee und Kuchen im Foyer garnierte – sozusagen als Einwickelpapier samt Schleife.
Den Auftakt machten die kleinen Sängerinnen und Sänger mit lustigen Stücken, in denen es um springende Füße, tanzende Suppentassen und einen Gemüseball bei Prinz Rosenkohl ging, bei dem Herr von Zwiebel mit der Frau Petersil tanzt und der und Herr von Majoran mit Frau Melisse – der tritt er dann prompt auch auf die Füße.
Besungen wurden auch diverse Früchte, von Ananas über Litschi und Mango bis Papaya, und der wunderbare kleine Zauberstein. Den zweiten Konzertteil übernahmen die älteren Sängerinnen vom Mädchenchor, die mit einem jazzigen Kanon aus der Feder ihres Chorleiters Andreas Puttkammer begannen, dann mit Thomas Morley die tröstliche Geschichte der Philomena erzählten, die sich trotz des großen Schmerzes nicht unterkriegen ließ, und schließlich die kleine Wolke aufsteigen ließen, die sich am Felsen abregnen muss – ein Symbol für die Einsamkeit, das Nikolai Rimski-Korsakow in wunderschöner Musik umgesetzt hat. „What happens when a woman takes power?“ von Alexandra Olsavsky machte den Abschluss, ein klares musikalisches Statement für die Emanzipation der Frau.
Und dann gabs doch noch Blumen, bunte Rosen, die die Sängerinnen und Sänger an ihre Mamas verteilten. Oder ihre Omas, Tanten, Schwestern oder Papas.