
Obwohl im Vorfeld des Konzerts vieles coronabedingt alles andere als glatt lief, wie Julia Guhl, Klarinettistin und Intendantin der Konzertreihe zu Beginn des Konzerts erwähnte, erlebten die Zuhörer einen musikalisch anspruchsvollen und abwechslungsreichen Abend mit Werken von Johann Sebastian Bach bis Johannes Brahms.
Zu Beginn ertönte von der Empore der Predigerkirche die Sonate in e-moll für zwei Violinen von Jean-Marie Leclair, virtuos gespielt von Lena Thanner und Katharina Jäckle. Anschließend bettete Stefanie Siegmeier dieses Werk und die folgende Cello-Suite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach in den Kontext ihrer Zeit ein und lieferte dem Publikum wertvolle Hintergrundinformationen über die Entstehung der Werke und die geschichtlichen Hintergründe. Es folgte das Adagio in Des-Dur Heinrich Baermanns, bei dem die Zuhörer zum ersten Mal die Perfektion im Zusammenspiel zwischen Julia Guhl und dem Lena Thanner Quartett erleben durften. Anschließend an die Pause zitierte wiederum Stefanie Siegmeier aus dem Briefwechsel zwischen Johannes Brahms und Clara Schumann und bereitete dem Publikum damit einen sehr guten Einstieg in das Hauptwerk des Abends, das großartige Klarinettenquintett h-moll op. 115 von Johannes Brahms, mit dem Julia Guhl und das Lena Thanner Quartett das Publikum wiederum begeisterten.