
Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ist durch den Lockdown schlimmer geworden. Die Beratungsstelle von Frauen helfen Frauen + Auswege e.V. in Rottweil macht daher mit einer Plakataktion darauf aufmerksam, wo man Hilfe findet, und wird dabei von Lola Weippert, aus Rottweil stammende Radiomoderatorin, Influenzerin und Model, unterstützt.
"Schweigen macht schutzlos - mach Dich laut", das ist eine Kampagne des Weißen Rings, die auf häusliche Gewalt gerade in diesen Zeiten, wo die Familien eng aufeinandersitzen, die Kinder nicht in Schule oder Kindergarten gehen und die Eltern im Homeoffice oder gar arbeitslos sind und Sorgen viele zermürben, aufmerksam macht. Lola Weippert ist Teil davon, und so ist sie jetzt in Großformat mit eben dieser Maske: "Schweigen macht schutzlos" auf den Plakaten und Bannern zu sehen, die im ganzen Kreis Rottweil aufgestellt und aufgehängt sind und noch werden.
Und Lola kommt nach Rottweil: Am Samstag, 17. Oktober ist sie mit Frauen helfen Frauen von 10 bis 13 Uhr beim Culinara. "Unser Ziel ist, es dass unsere Beratungsstelle bekannter wird", sagt Renate Weiler, die seit vielen Jahren in der Beratungsstelle des Vereins arbeitet. Jede Frau, jedes Kind und jeder Jugendliche soll wissen, wo man Hilfe bekommt. Die ist dringend nötig: Nachdem während des Lockdowns kaum jemand bei der Beratungsstelle anrief, sind die Zahlen im August und September geradezu explodiert. Renate Weiler weiß auch, warum: Während des Lockdowns hatten Betroffene keine Möglichkeit, sich zu melden, ohne dass der Täter es mitbekam. Seit den Lockerungen geht das wieder, "wir hatten in den letzten Jahren im August kaum Anfragen, da waren die Leute im Urlaub. In diesem Jahr sind es sehr viele", erzählt die Sozialpädagogin. Sie weist auch darauf hin, dass die Beratungen anonym und kostenlos sind, "und die Betroffenen können selbst entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen." Auch im Vorstand des Vereins freut man sich über die Aktion und die Unterstützung durch Lola Weippert: "Sie ist sehr bekannt", sagt Birgit Harder, "und uns ist es wichtig, in die sozialen Netzwerke zu kommen. Die Jüngeren lesen ja kaum noch Zeitung."
Die Beratunggstelle von Frauen helfen Frauen + Auswege e.V. ist erreichbar unter 0741-41314 und im Netz: www.fhf-auswege.de
Mehr über die Kampagne gibt es hier: schweigenmachtschutzlos.de