Kultur und Freizeit

Kunst in der Weinhandlung: Eine erfolgreiche Kombination

Weinhandlung Grimm
Weinhändler Michael Grimm (hinten) und Künstler Thomas Borstorff beim Aufhängen der Bilder.Foto copyright Moni Marcel

Weinhändler Michael Grimm ist ein Mann, der nicht lange fackelt. Als die Museen im Lockdown schließen mussten, bot er Künstlern spontan seine Bacchus-Vinothek als Ausstellungraum an.

So waren hier Masken von Willi Bucher zu sehen und Gemälde-Collagen von Ingrid Wild. Und jetzt, obwohl die Museen wieder geöffnet haben, sind es Bilder von Thomas Borstorff, die seit Montag über und neben den Weinregalen hängen. Bilder, bei denen kein Pinsel und auch kein Spachtel zum Einsatz kommt. "Ich arbeite ausschließlich mit Gummileisten, sogenannten Rakeln," sagt der Künstler. Damit werden die Farben, meist reine, eher selten Mischungen, intuitiv gewählt, gewissermaßen über die Leinwand geschoben. Gezielte Überlagerungen und durchsichtige Schichtungen ergeben so eine gewisse räumliche Wirkung. Thomas Borstorff studierte in Nürnberg und Stuttgart und war 35 Jahre lang Kunstlehrer am Leibniz-Gymnasium.