
ROTTWEIL – Mehr als 10 Millionen Euro investiert die Stadt Rottweil alljährlich in Bildung und Betreuung. Davon hat jetzt auch die Kindertagesstätte Sonnenhaus profitiert. Sie wurde um eine Krippen- und eine Kindergartengruppe erweitert. Am Freitag wurde die Einweihung gefeiert.
„Im Sonnenhaus wuselt es ordentlich“, sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf bei der Einweihungsfeier der Einrichtung, die jetzt die größte Kindertageseinrichtung in städtischer Trägerschaft ist. Die Krippen- und Kindergartenkinder freuten sich über den nicht alltäglichen Besuch, denn nicht nur Eltern waren zur Einweihung der neuen Räume gekommen, sondern auch Stadtpfarrer Timo Weber, Tamara Heim, Abteilungsleiterin Schulen und Kindergärten bei der Stadt, Erik Fiss, Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudemanagement, der die Baumaßnahme begleitet hatte, sowie viele weitere Gäste, die die Gelegenheit nutzten, sich in den neuen Räumen umzuschauen.
Einrichtungsleiterin Marlen Wenzler begrüßte die Gäste und hieß sie in den hellen, freundlichen und lichtdurchfluteten Räumen herzlich willkommen. „Dass wir jetzt eine viergruppige Einrichtung sind, das freut uns sehr“, sagte sie. Es sei schön zu sehen, wie die neuen Räume mit Leben erfüllt würden und dass die Kinder sich wohlfühlen. Insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter kümmern sich um die Kinder.
Oberbürgermeister Ruf hob hervor, dass die Stadt im Bereich der Kinderbetreuung gut aufgestellt sei, und kündigte an, dass mit der Eröffnung des Kindergartens „Eselsohr“ in der Johanniterstraße und des „Huckepackkindergartens“ über dem Rewe-Markt, in den der Kindergarten „Himmelreich“ einziehen werde, in den nächsten Monaten weitere Eröffnungen anstünden. „Unsere Kindertageseinrichtungen sind nicht nur Orte, wo die Kinder betreut werden, sondern es sind Bildungseinrichtungen“, betonte er. Er sei beeindruckt, wie schnell die Kinder hier lernen würden. „Kindertageseinrichtungen legen wichtige Grundlagen für die persönliche, soziale und sprachliche Entwicklung“, sagte Dr. Ruf. Gute frühkindliche Bildung würde Chancen schaffen und die Gesellschaft stärken.
Die tatsächlichen Bedarfe für Kinderbetreuungsplätze zu berechnen, das sei eine echte Herausforderung, gab der Oberbürgermeister zu, da es viele Unwägbarkeiten, wie Zu- und Wegzüge gebe. Der Stadtverwaltung und ihm sei es aber sehr wichtig und ein Herzensanliegen, Eltern Unterstützung und eine verlässliche Infrastruktur zu bieten. Mit der Erweiterung des Sonnenhauses investiere die Stadt gezielt in die Zukunft ihrer Kinder. Insgesamt 55 Betreuungsplätze stehen jetzt zur Verfügung. 414.000 Euro hat die Stadt in die umfangreichen Umbauarbeiten unter Beteiligung von 16 Gewerken investiert.
Auch die Kooperation mit Helios sei ein wichtiger Baustein. Insgesamt sind 13 Betreuungsplätze für Kinder von Helios-Beschäftigten reserviert, davon acht Krippen- und fünf Kindergartenplätze. „Gerade für Beschäftigte im Gesundheitswesen ist eine verlässliche Kinderbetreuung von besonderer Bedeutung“, betonte Oberbürgermeister Ruf, der allen Beteiligten dankte und für die Arbeit in der Einrichtung und mit den Kindern alles Gute wünschte.
Stadtpfarrer Timo Weber segnete die Räume und wünschte ebenfalls alles Gute, bevor es dann zu einer gemeinsamen Besichtigung ging.