Das Thema Einsamkeit im Alter hat viele Akteure auf den Plan gerufen, um dagegen vorzugehen. Ob Bundesregierung, Sozialverbände oder große Träger. Sie alle haben Pläne, Strategien und Konzepte erarbeitet, wie der Vereinsamung von älteren Menschen abgeholfen werden kann.
Mit der Reform der Pflegeversicherung wurde diesem Thema ebenfalls mehr Gewicht gegeben, indem der sogenannten „Tagespflege“ ein eigenes Budget zur Verfügung gestellt wurde.
Damit wird der Besuch einer solchen Einrichtung, subventioniert. Einen Boom auf die „Tagespflege“ gibt es aber scheinbar nicht überall.
Welche Gründe sprechen also für einen Besuch in einer sogenannten Tagespflege?
„Ich bin kein Pflegefall“, „Kindergarten“ für Erwachsene, „ich brauche das nicht“, „zu den Alten gehör ich nicht“, „daheim gefällt es mir besser“, „dafür ist es noch zu frü
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Das Thema Einsamkeit im Alter hat viele Akteure auf den Plan gerufen, um dagegen vorzugehen. Ob Bundesregierung, Sozialverbände oder große Träger. Sie alle haben Pläne, Strategien und Konzepte erarbeitet, wie der Vereinsamung von älteren Menschen abgeholfen werden kann.
Mit der Reform der Pflegeversicherung wurde diesem Thema ebenfalls mehr Gewicht gegeben, indem der sogenannten „Tagespflege“ ein eigenes Budget zur Verfügung gestellt wurde.
Damit wird der Besuch einer solchen Einrichtung, subventioniert. Einen Boom auf die „Tagespflege“ gibt es aber scheinbar nicht überall.
Welche Gründe sprechen also für einen Besuch in einer sogenannten Tagespflege?
„Ich bin kein Pflegefall“, „Kindergarten“ für Erwachsene, „ich brauche das nicht“, „zu den Alten gehör ich nicht“, „daheim gefällt es mir besser“, „dafür ist es noch zu früh, es geht noch zu Hause“ …
Das sind häufige Zitate, die zeigen, welche Vorbehalte es gegen eine strukturierte Tagesbetreuung für Seniorinnen und Senioren gibt. Ist die Tagesbetreuung von Senioren wirklich vergleichbar mit einem Kindergarten, nur eben für Erwachsene?
Möglicherweise liegt dies im Auge des Betrachters.
Während Kinder in einer von Fachkräften betreuten Einrichtung ihre Fähigkeiten entwickeln und aufbauen können, steht bei älteren Menschen der Erhalt von erlernten und wohl geübten Fähigkeiten im Vordergrund.
Den größten Unterschied macht dabei, dass Menschen im höheren Lebensalter nichts mehr
beweisen müssen. Sie können lernen, müssen es aber nicht mehr. Sie haben ihr Leben bis ins höhere Lebensalter erfolgreich gestaltet und gelebt.
Mit zunehmendem Alter treten in vielen Bereichen vermehrt Funktionsveränderungen auf, die zu Funktionseinschränkungen führen, die nicht immer allein bewältigt werden können. Diese (fortschreitenden) Funktionseinschränkungen führen meist zu einem Rückzugsverhalten aus gesellschaftlichen und sozialen Strukturen.
Der Besuch einer Tagesbetreuung für Seniorinnen und Senioren ist daher an erster Stelle ein aktives Gegensteuern, um Vereinsamung vorzubeugen. Die Betreuung und Aktivierung durch fachlich geschultes Personal können dazu beitragen, dass Seniorinnen und Senioren wieder mehr Lebensfreude empfinden, und damit verbunden auch mehr Lebensqualität. Die Erhaltung von vorhandenen Fähigkeiten ist ein vordringlicher Aspekt, um die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. So werden gleichzeitig auch der Selbstwert und das Selbstbewusstsein gestärkt.
Die zunehmenden Defizite werden meist von nahen An- und Zugehörigen aufgefangen und übernommen. Wenn sich der Zeitraum der Pflege ausdehnt, führt das meist zu einer Überforderung des Hilfesystems der Angehörigen, da neben der Betreuung und Pflege noch das eigene Leben mit seinen persönlichen Aufgaben wartet.
Die Tagesbetreuung in einer Einrichtung sorgt für Freiraum und Erholung für An- und Zugehörige.
Fazit:
Tagesbetreuung – oder Tagespflege – ist kein Kinkerlitz. Sie gibt einen strukturierten Alltag durch hochprofessionelle Fachkräfte. Die Tagesbetreuung bietet Freude und Anleitung. Sie stärkt die vorhandenen mentalen Fähigkeiten und fördert die Lebensqualität. Die Gemeinschaft holt die Teilnehmenden aus der Langeweile und Eintönigkeit ihres Alltags und somit auch aus der Vereinsamung heraus, ohne einen übertriebenen Ehrgeiz oder Leistungsdruck.
Derjenige, der einen Pflegegrad hat, wird durch die Pflegeversicherung finanziell unterstützt. Beim Blick auf eine Tagesbetreuung sollte der Fokus mehr auf dem Erhalt der Selbstständigkeit liegen und weniger auf dem Aspekt der Pflege. Die Tagesbetreuung ist eine Win-Win-Situation für ältere Seniorinnen und Senioren mit Unterstützungsbedarf und ihre nahen An- und Zugehörigen.
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Tagesbetreuung für Senioren – Kinkerlitz oder sinnvolle Einrichtung?
Das Thema Einsamkeit im Alter hat viele Akteure auf den Plan gerufen, um dagegen vorzugehen. Ob Bundesregierung, Sozialverbände oder große Träger. Sie alle haben Pläne, Strategien und Konzepte erarbeitet, wie der Vereinsamung von älteren Menschen abgeholfen werden kann.
Mit der Reform der Pflegeversicherung wurde diesem Thema ebenfalls mehr Gewicht gegeben, indem der sogenannten „Tagespflege“ ein eigenes Budget zur Verfügung gestellt wurde.
Damit wird der Besuch einer solchen Einrichtung, subventioniert. Einen Boom auf die „Tagespflege“ gibt es aber scheinbar nicht überall.
Welche Gründe sprechen also für einen Besuch in einer sogenannten Tagespflege?
...„Ich bin kein Pflegefall“, „Kindergarten“ für Erwachsene, „ich brauche das nicht“, „zu den Alten gehör ich nicht“, „daheim gefällt es mir besser“, „dafür ist es noch zu frü
Das Thema Einsamkeit im Alter hat viele Akteure auf den Plan gerufen, um dagegen vorzugehen. Ob Bundesregierung, Sozialverbände oder große Träger. Sie alle haben Pläne, Strategien und Konzepte erarbeitet, wie der Vereinsamung von älteren Menschen abgeholfen werden kann.
Mit der Reform der Pflegeversicherung wurde diesem Thema ebenfalls mehr Gewicht gegeben, indem der sogenannten „Tagespflege“ ein eigenes Budget zur Verfügung gestellt wurde.
Damit wird der Besuch einer solchen Einrichtung, subventioniert. Einen Boom auf die „Tagespflege“ gibt es aber scheinbar nicht überall.
Welche Gründe sprechen also für einen Besuch in einer sogenannten Tagespflege?
„Ich bin kein Pflegefall“, „Kindergarten“ für Erwachsene, „ich brauche das nicht“, „zu den Alten gehör ich nicht“, „daheim gefällt es mir besser“, „dafür ist es noch zu früh, es geht noch zu Hause“ …
Das sind häufige Zitate, die zeigen, welche Vorbehalte es gegen eine strukturierte Tagesbetreuung für Seniorinnen und Senioren gibt. Ist die Tagesbetreuung von Senioren wirklich vergleichbar mit einem Kindergarten, nur eben für Erwachsene?
Möglicherweise liegt dies im Auge des Betrachters.
Während Kinder in einer von Fachkräften betreuten Einrichtung ihre Fähigkeiten entwickeln und aufbauen können, steht bei älteren Menschen der Erhalt von erlernten und wohl geübten Fähigkeiten im Vordergrund.
Den größten Unterschied macht dabei, dass Menschen im höheren Lebensalter nichts mehr
beweisen müssen. Sie können lernen, müssen es aber nicht mehr. Sie haben ihr Leben bis ins höhere Lebensalter erfolgreich gestaltet und gelebt.
Mit zunehmendem Alter treten in vielen Bereichen vermehrt Funktionsveränderungen auf, die zu Funktionseinschränkungen führen, die nicht immer allein bewältigt werden können. Diese (fortschreitenden) Funktionseinschränkungen führen meist zu einem Rückzugsverhalten aus gesellschaftlichen und sozialen Strukturen.
Der Besuch einer Tagesbetreuung für Seniorinnen und Senioren ist daher an erster Stelle ein aktives Gegensteuern, um Vereinsamung vorzubeugen. Die Betreuung und Aktivierung durch fachlich geschultes Personal können dazu beitragen, dass Seniorinnen und Senioren wieder mehr Lebensfreude empfinden, und damit verbunden auch mehr Lebensqualität. Die Erhaltung von vorhandenen Fähigkeiten ist ein vordringlicher Aspekt, um die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. So werden gleichzeitig auch der Selbstwert und das Selbstbewusstsein gestärkt.
Die zunehmenden Defizite werden meist von nahen An- und Zugehörigen aufgefangen und übernommen. Wenn sich der Zeitraum der Pflege ausdehnt, führt das meist zu einer Überforderung des Hilfesystems der Angehörigen, da neben der Betreuung und Pflege noch das eigene Leben mit seinen persönlichen Aufgaben wartet.
Die Tagesbetreuung in einer Einrichtung sorgt für Freiraum und Erholung für An- und Zugehörige.
Fazit:
Tagesbetreuung – oder Tagespflege – ist kein Kinkerlitz. Sie gibt einen strukturierten Alltag durch hochprofessionelle Fachkräfte. Die Tagesbetreuung bietet Freude und Anleitung. Sie stärkt die vorhandenen mentalen Fähigkeiten und fördert die Lebensqualität. Die Gemeinschaft holt die Teilnehmenden aus der Langeweile und Eintönigkeit ihres Alltags und somit auch aus der Vereinsamung heraus, ohne einen übertriebenen Ehrgeiz oder Leistungsdruck.
Derjenige, der einen Pflegegrad hat, wird durch die Pflegeversicherung finanziell unterstützt. Beim Blick auf eine Tagesbetreuung sollte der Fokus mehr auf dem Erhalt der Selbstständigkeit liegen und weniger auf dem Aspekt der Pflege. Die Tagesbetreuung ist eine Win-Win-Situation für ältere Seniorinnen und Senioren mit Unterstützungsbedarf und ihre nahen An- und Zugehörigen.
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