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Nutzung der Windkraftpotenziale in der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Rottweil (Prüfantrag der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen)

Das Wort „Zeitenwende“ ist nach dem Überfall der Ukraine durch Putin gerade in aller Munde. Rottweils Grünen fragen sich: Drängt dieser entsetzliche Krieg nicht auch zur energiepolitischen Zeitenwende in Stadt und Region? Ist er nicht ein Weckruf, nun schnellstmöglich alle heimischen erneuerbaren Energien zu mobilisieren?

Die Ökopartei sieht das laut ihrer Pressemitteilung jedenfalls so und zieht daraus erste Konsequenzen. So regt sie nun an, die Stadt Rottweil möge sich in der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Rottweil rühren, um die im Flächennutzungsplan 2012 genannten möglichen Standorte für Windkraftanlagen zügig zu untersuchen und bei positiven Ergebnissen auch zu verwirklichen. Darüber hinaus würden die Grünen auch gerne geprüft sehen, ob inzwischen auch weitere Standorte, etwa entlang der A81, in Frage kommen.

Fachlicher Hintergrund ihres Prüfantrags ist die 7. Änderung des Flächennutzungsplans, in der die Verwaltungsgemeinschaft Rottweil 2012 Vorrangzonen für die Windkraftnutzung erarbeitete. Damaliger Befund: Die Landschaftsarchitekten von faktorgrün schlugen insgesamt 14 mögliche Standorte für Windkraftanlagen zur weiteren Prüfung vor. Dazu gesellt sich die bereits zuvor ausgewiesene Windkraftanlage im Spittelstann-Wald. Die Grünen halten es für vorstellbar, dass im zeitlichen Abstand von zehn Jahren und der aktuellen Dringlichkeit einzelne Standorte heute womöglich anders beurteilt werden. Kommt hinzu, dass der überarbeitete Windatlas von 2019 auch eine aktualisierte Datenbasis bereit stellt.

„Der entsetzliche Krieg in der Ukraine öffnet uns nun drastisch die Augen, wie verhängnisvoll die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieimporten aus Russland ist“, beklagt die Fraktion. Diese Importe sind nicht sicher. Sie machen einen erpressbar. Doch am bittersten: Sie füllen auch Putins Kriegskasse. Das lässt endlich die Alarmglocken schrillen: „Nichts wie raus aus dieser Abhängigkeit!“ Ein Ausweg ist, alle heimischen Potenziale zur Erzeugung erneuerbarer Energien zügig zu erschließen - auch durch eine erleichterte Genehmigungspraxis. Die Grünen urteilen: „Bei grünen Energien geht also nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Sicherheitspolitik.“ Das unterstreiche auch der schöne neue Begriff „Freiheitsenergien“.

Über den Daumen gepeilt schätzen Rottweils Grüne, dass in der hiesigen Verwaltungsgemeinschaft der Rang der Photovoltaik innerhalb der Energiewende größer dürfte als die Nutzung der Windkraft. Viele Dächer, Fassaden oder Parkplätze liegen noch brach. Auch für PV-Freilandanlagen sind Flächen frei, die nicht vorrangig landwirtschaftlich genutzt werden. Unter deren Modulfeldern kann die Artenvielfalt gedeihen. Doch die Windkraft-Potenziale dürfen keineswegs übersehen werden: Windkraft und Photovoltaik ergänzen sich in ihrem Zusammenspiel von Tag und Nacht und von Sommer und Winter oft ideal. Und stabilisieren so das Stromnetz.


Vertiefende Information:

Windatlas Baden-Württemberg 2019

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