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  • Zukunft Rottweil

Gesellschaft im Wandel

Mit diesen Maßnahmen kann Mitmenschlichkeit und das Miteinander gefördert werden
Rottweil, 16.05.2019 von Frank Chudoba
copyright Julien Eichinger - Adobe Stock (Ausschnitt)

Die Gesellschaft befindet sich im Wandel.
Soziale Medien entpuppen sich als unsozial und als Plattform, Menschen jeglicher Couleur anzugreifen. Proteste der Bürger nehmen zu. Rechte Parteien erhalten mehr Aufmerksamkeit und parlamentarischen Einfluss.
Welche Einflüsse sind für diese Entwicklung verantwortlich?
Wie kann entgegengewirkt werden?
Mit welchen Maßnahmen kann Mitmenschlichkeit und das Miteinander gefördert werden?

SPD - Arved Sassnick:

85 bis 90% der Arbeit in den Gemeinderats- und Kreistagsgremien sind reine Sacharbeit, die ideologiefrei mit Sachkenntnis und dem gesunden Menschenverstand entschieden werden. Wer nach den Gründen der Verrohung in den sozialen Medien sucht, dem kann man Jaron Lanier “10 Gründe, warum Du Deine Social Media Accounts sofort löschen musst” empfehlen, oder T.Michelis/ T. Schildhauer “Social Media Handbuch” zu lesen geben oder Christian Fuchs “Soziale Medien und kritische Theorie, eine Einführung” in die Hand drücken. Eine ganze Reihe solcher teils recht flott geschriebener und ebenso flott auf den Markt gebrachter Bücher geben hier zum Teil widersprüchliche Erklärungen, zumeist aber ohne Besserungsvorschläge. Es ist nicht ersichtlich, was in Bezug auf soziale Medien seitens der Kommune gesteuert werden könnte. Im Bereich Mitmenschlichkeit und Miteinander gibt es in der Gemeinderatsarbeit Anknüpfungspunkte – etwa bei Kindergärten, Familienpass, Schulsozialarbeiter,  Betreuer in sozialen Brennpunkten, die zumindest den strukturellen Rahmen abstecken.

 

Forum für Rottweil (FFR) - Elke Reichenbach, Reiner Hils:

Auch auf stätischer Ebene sind politische Verwerfungen nicht zuletzt auch bei den Wahlergebnissen spürbar. Umso wichtiger ist es, das soziale Miteinander der Bürger*innen zu fördern. Offenheit gegenüber Zugezogenen ist ein wichtiger Schritt, Zuhören, Ernstnehmen aller Gruppen in ihren Nöten und Bedürfnissen. Quartiermanagement wie sie am Hegneberg und Omsdorfer Hang erfolgt, ist dazu ein wichtiger Baustein, der keinesfalls bröckeln darf. Förderung des ehrenamtlichen Engagements wie etwa den FK Asyl, die MIR ist genauso wichtig wie des Vereinslebens.

 

FDP - Daniel Karrais:

Welche Einflüsse sind für diese Entwicklung verantwortlich?
Es findet ein gesellschaftlicher Wandel statt bzw. hat dieser stattgefunden. Dabei hat sich die Informationsgesellschaft dazu entwickelt, dass die Fülle der Informationen dazu führt, dass zwar mehr Informationen aufgenommen werden, dies aber dafür oberflächlicher. So kommt es, dass unseriöse Nachrichten oder gar offensichtliche Fake News für bare Münze genommen werden. Das führt dazu, dass sich viele Menschen versteifen und ggf. in Filterblasen gegenseitig bestätigt werden.
Wie kann entgegengewirkt werden?
Letztlich kann dem durch digitale Bildung und Medienkompetenz entgegengewirkt werden. Es muss bereits jungen Menschen klar gemacht werden, dass nicht jede Quelle im Netz seriös ist und dass der Blick über den Tellerrand notwendig ist, um eine Thematik abschließend zu bewerten. Die Lehrpläne sind hier dringend anzupassen. 
Mit welchen Maßnahmen kann Mitmenschlichkeit und das Miteinander gefördert werden?
Ehrenamtliche Vereine sind die Grundlage für die Mitmenschlichkeit und das Miteinander. Durch attraktive Angebote und gemeinschaftliche Aktivitäten kann man erst echte Freundschaften entwickeln, wie sie reine Kontakte über soziale Medien nie herstellen können. Letztlich ist auch hier Bildung und Erziehung der Weg zur Förderung des Gemeinwesens.

 

Bündnis 90 / Die Grünen - Frank Sucker:

Viele Menschen sind verunsichert: Finanzkrise, Globalisierung, hohe Mieten, Einwanderung oder die Sorge, dass Digitalisierung und Roboter die Arbeitswelt erschüttern. Sie leiden unter dem Gefühl eines Kontrollverlusts über ihr Leben und sehnen sich daher zurück in die vermeintlich heile Vergangenheit. Und im schlimmsten Fall propagieren Populisten Zuflucht im völkischen Nationalismus und dem Ende der liberalen Demokratie. Ist Trend in vielen Ländern: den USA, Italien, Polen, Ungarn… 

Es kommt darauf an, die wachsende soziale Ungleichheit und die Polarisierung zwischen Modernisierungsgewinnern und -verlierern zu verringern. Menschen brauchen in diesem dramatischen Wandel vor allem soziale Netze, die sie nicht ins Bodenlose stürzen lassen. Wer Furcht empfindet, ist empfänglich für Hass und Hetze. Dagegen hilft auch politische Teilhabe, die auch die Leisen einbezieht, etwa durch das Format der „Zufallsbürger“. Die kommunale Selbstverwaltung und eine aktive Bürgergesellschaft in unserer Stadt stärken die freiheitliche Demokratie. Gerade vor dem Hintergrund der Globalisierung und der europäischen Integration. 

In unseren Netzplattformen leben wir konsequent den Stil vernünftiger Argumentation vor. Wir beleidigen niemanden. Wer nur provoziert und Diskussionen stört, wird zunächst verwarnt und über die Konsequenzen informiert. Wenn das nichts fruchtet, üben wir unser Hausrecht aus und blocken. Den Vorwurf der Zensur stecken wir dann locker weg. Es braucht klare Stoppsignale gegen Verrohung. 

Homepage des Ortsverbands Rottweil-Zimmern: www.gruene-rottweil-zimmern.de

Facebookauftritt des Ortsverbands Rottweil-Zimmern: www.facebook.com/GrueneRottweilZimmern

Infos zu „Zufallsbürgern“: beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de


Bitte beachten Sie, dass die Antworten die Meinung der jeweiligen Kandidaten widerspiegeln und vom Programm der jeweiligen Partei abweichen könnten. Die Reihenfolge der Antworten stellt keine Gewichtung dar. Die Antworten wurden ungekürzt und unverändert übernommen. 
Alle zur Kommunalwahl antretenden Parteien haben unsere Fragen erhalten, doch nicht immer beantwortet.


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