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  • Zukunft Rottweil

Ohne Ehrenamt läuft nix: Fußballverband zeichnet Ehrenamtliche aus

DFB Ehrenamtsaktion und WFV Vereinsehrenamtspreis 2019
Rottweil, 30.11.2019 von Frank Chudoba
copyright Frank Chudoba

1,7 Millionen Menschen engagieren sich als Ehrenamtliche oder Freiwillige für den Amateurfußball. Innerhalb des Fußballbezirkes des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) mit derzeit 1758 Vereinen und 12856 Mannschaften sind Ehrenamtliche z.B. als Trainer, Schiedsrichter, im Vorstand oder als Ausschussmitglied tätig. Ohne sie läuft nichts.
Die Ehrenamtsaktion des DFB, die in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden vergeben wird, soll diese Arbeit anerkennen und stärken. Bereits zum 11. Mal verlieh der WFV zusätzlich den Vereinsehrenamtspreis, bei dem Preise im Gesamtwert von 80.000 Euro  an die besten und engagiertesten Vereine in 16 Bezirken gehen. 

Da an dieser - aus unserer Sicht - wichtigen Veranstaltung leider nur geladene Gäste teilnehmen konnten, haben wir uns entschieden, mehr als nur die Preisträger und eine Zusammenfassung zu präsentieren. Neben vielen Bilder mit den Preisträgern finden sie bei uns exklusiv auch die wichtigsten Reden. Diese verdeutlichen die Bedeutung des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft und drücken den Dank aus, der an alle Ehrenamtlichen gerichtet ist - auch an die, welche nicht zu den unten aufgeführten Preisträgern gehören. 
Ein herzliches Dankeschön an alle Ehrenamtlichen.

Sie haben nicht so viel Zeit zum Lesen?
Wir haben die wichtigsten Passagen fett markiert.

"Heute geht es darum, Danke zu sagen"

Foto copyright Frank Chudoba

Vorstand der Kreissparkasse Rottweil: Matthäus Reiser

„Heute geht es darum, Danke zu sagen.
Herzlichen Dank, verbunden mit Anerkennung und Respekt, für die Zahl geleisteter, freiwilliger Arbeit. Als Sparkasse knüpfen wir mit der Unterstützung der DFB-Ehrenamtsaktion an unsere eigenen Wurzeln an. Denn die meisten Institute mit dem roten S sind selbst aus bürgerschaftlichen Engagement entstanden. Die Sparkassen gehören seit jeher zu den größten Förderern und Unterstützern des Ehrenamtes. Einen besonderen Zusammenhang bildet der Vereinssport, denn gemeinsames Sporttreiben im Verein bietet die Grundlage für den Aufbau sozialer Kontakte und fördert die Ausbildung von Kompetenzen und Fähigkeiten. Gerade bei Kindern und Jugendlichen trägt der Sport zur sozialen Stabilisierung bei. Durch dortige Lernprozesse vermittelt der Sport wichtige Normen und Werte, wie Fairness, Toleranz und Teamgeist. Auch für das Zusammenleben außerhalb des Vereins. Ich denke uns allen ist bewusst, wie unverzichtbar die zahlreichen freiwilligen Helfer in wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftspolitischer Hinsicht in diesem Bereich sind. Ob im Kinder- und Jugendbereich oder im Erwachsenensport: Ehrenamtliche Helfer leisten einen unschätzbaren Beitrag zur sozialen Integration und übernehmen eine große Verantwortung für unser Gemeinwesen. Ohne sie wären wir um vieles ärmer.
Die Schweizer Lyrikerin Monika Minder hat einmal gesagt: „Echte Dankbarkeit besteht aus einem inneren Bedürfnis und im Schätzen über das, was jemand selbstlos verschenkt hat.“
Vor allem das Wort selbstlos finde ich sehr passend, denn ehrenamtliche Tätigkeit stellt andere in den Vordergrund und die eigene Leistung in den Dienst der Gemeinschaft.

Mit Veranstaltungen wie dieser unterstreichen sie den hohen Stellenwert der ehrenamtlich Tätigen und rücken auch Personen ins Rampenlicht, die oft im Hintergrund wirken und für ihren Verein ohne große Worte arbeiten. Sie, verehrte Preisträger, engagieren sich weit mehr für ihren Verein als viele andere. Dafür gebührt Ihnen Dank und hohe Anerkennung, die heute zum Ausdruck kommt. Ich wünsche Ihnen auch künftig die Überzeugung, die Ausdauer und die Kraft, ihr wichtiges freiwilliges Amt mit Spaß auszuüben und dieses große Stück Verantwortung in unserer Gesellschaft noch lange zu tragen und gratuliere Ihnen bereits jetzt zu ihren nachfolgenden Auszeichnungen."

"Wer ein Ehrenamt ausübt, verdient es geehrt zu werden"

Als Vertreter der Stadt Rottweil: Arved Sassnick, SPD

"Mit Ihrer Tätigkeit tragen Ehrenamtliche dazu bei, dass gute Vereinsarbeit möglich ist, dass Menschen in die Vereinsarbeit eingeführt und dafür begeistert werden.
Sie ermöglichen, dass Kinder und Jugendliche zum Sport gebracht werden und sich die Mitglieder in einer Vereinsgemeinschaft aufgehoben fühlen. So schafft der Vereinssport Verbindungen zwischen Menschen, vermittelt Werte, integriert, sozialisiert und ist obendrein noch gesund. Um all das leisten zu können benötigen die Sportvereine ihre Unterstützung  als Ehrenamtliche. Als Anerkennung für die herausragenden Leistungen im Ehrenamt werden Sie heute mit dem DFB/WFV-Ehrenamtspreis 2019 geehrt.
Wer sich in ein solches Amt für andere stark macht, bereichert letztendlich auch die eigene Persönlichkeit. Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen ihrem Vorbild folgen und sich im Verein engagieren. Behalten Sie sich die Freude und Leidenschaft für Ihre Tätigkeit im Dienst des Fußballs."

"Ehrenamt ist das Kitt unserer Gesellschaft - es hält unsere Gesellschaft zusammen"

Dr. Johannes Fechner, MdB SPD - stolzes Mitglied des FC Bundestages - sprach seinen größten Respekt für das Geleistete aus. Ehrenamt ist nicht hoch genug zu bewerten. Ehrenamt ist das Kitt unserer Gesellschaft; es hält unsere Gesellschaft zusammen.

"Der Fußball ist völkerverbindend: Das beweise, dass jemand aus den badischen Raum beim Württembergische Verband sprechen dürfe."
"Es dürfe jedoch nicht nur Sonntags- oder Samstagsreden geben: Es sind konkrete Maßnahmen für den Fußball notwendig. Vereine müssten steuerrechtlich besser gestellt werden. Die Übungsleiterpauschale und Ehrenamtspauschale müsste nach vielen Jahren angehoben werden." 
Als Mitglied im Rechtsausschuss setze er sich für den Schutz der Schiedsrichter ein, die Opfer von Attacken und übelster Beschimpfung werden. Der Staat müsse mit harten Strafen durchgreifen.

"Ich wünsch mir, dass die Ehre nicht nur an solchen Ehrenamtstagen beschränkt werde"

Reinhold Gall, MdL SPD

„Manche Menschen, die Ehrenämter annehmen, überschätzen die Ehre und unterschätzen das Amt.“ 
Zwar müsse viel mehr Zeit als angenommen investiert werden, doch sei mit dem Ehrenamt viel sinn-stiftendes Teil des Lebens geworden. Er wünsche sich, dass die Ehre nicht nur an solchen Ehrenamtstagen beschränkt werde. Diese sollten immer wieder ein Dankschön mit nach Hause nehmen dürfen. 

„Ich will Ihnen ein herzliches Dankeschön sagen, weil Sie zu den Menschen gehören, die gerade junge Menschen ein Stück ihres Lebens begleiten, mit ihnen gemeinsam Siege zu feiern, ihnen aber auch beibringen, dass nicht jeden Tag die Sonne scheinen kann, dass man auch verlieren können muss. Es sei eine wichtige Eigenschaft, die man lernen müsse.
Otto von Bismarck hatte einmal 1870 gesagt: „Die Scheu vor Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit“.
 Sie gehören auf jeden Fall zu denen, die sich nicht gescheut haben, Verantwortung in unserem Gemeinwesen zu übernehmen. Sie gehören zu den Menschen in unserem Land, die eine Meinung haben, vor allem die Mitmachen, sich einbringen.

Ohne Sie wäre das Gemeinwesen auch hier in der Region ein Stück weit ärmer.

„Vorbild sein“

Stefan Bär, Landrat Kreis Tuttlingen

Er kann alles unterstreichen, was seine Vorredner gesagt haben, möchte jedoch einen anderen Aspekt ausbreiten. „Es sind schwierige Zeiten für den Fußball, was nebenher passiert. 700 Spiele sind laut FAZ wegen Pöbeleien und Gewalt abgebrochen worden. Die einen sagen: 0,05% - was ist das, ich sage: Bei 100 Spieltagen pro Jahr, 7 pro Spieltag. Jedes ist eines zuviel. Der Fußball ist nur ein Teil der Gesellschaft, aber es ist auch ein Zeichen, dass wir mit unserer Gesellschaft in einer schwierigen Phase sind. Da haben wir  gemeinsam eine Aufgabe. Fairplay, Respekt, Disziplin.
 Das wären - laut einem Interview von Per Mertesacker in der Schwäbischen Zeitung -  die Werte, für die der Fußball steht und die wir alle leben. Wir machen tolle Werbekampagnen, machen tolle Spots.
Aber: Die Wahrheit liegt auf dem Platz und liegt vielleicht nebendran.
 Der Grund für die Spielabbrüche waren in der Regel das Verhalten von Zuschauern, aber auch Betreuer." Stefan Bär glaubt, dass das Ehrenamt eine ganz besondere Aufgabe habe. Er stelle in Frage, ob die Millionäre noch echte Vorbilder seien.
 Es funktioniere ja auch beim Handball; im Umgang mit dem Schiedsrichter; im Umgang miteinander. Sie würden nicht jeden Pfiff mit Rudelbildung begegnen, zumal man ja im Video sehen könne, dass es ein Foul war.

„Ich habe selber eine Fußballvergangenheit und wir haben von den Vorbildern vor Ort gelernt. Und das sind sie. Es sind nicht nur die Trainer, nicht nur die Spieler, es ist auch die Clubheim-Wirtin.“

Ich möchte Sie ermuntern - auch in den schwierigen Zeiten - denn es ist unsere Stärke, Ihre Stärke: den Jungen ein Vorbild zu geben. Das sind  die, die zu Ihnen kommen, die Ihre Werte „Respekt, Disziplin, Rechte und Pflichten und vor allem Fairplay“ vermitteln."

"Das Ehrenamt ist kein bloßes Hobby"

Josef Schilling Vertreter Sportkreis

„Etwas Gutes und Wertvolles beginnen und dann viele Jahre konstant auf einen hohen Niveau halten, wie mit den Ehrenamtstag im Bezirk Schwarzwald, verdient Dank und Anerkennung im hohen Maße.“, dankte der Vertreter des Sportkreises den Verband.
„Das Ehrenamt ist kein bloßes Hobby, das Menschen in ihrer Freizeit ausüben. Das Ehrenamt bringt mehr. Es bringt Wärme in eine Zeit, die von Hektik, Schnelllebigkeit und höchster Technisierung geprägt ist. Es schafft Raum für menschliche Schwächen und Fehler oder Streben nach ständiger Verbesserung und Perfektion. Und es nimmt Lasten von den Schultern einzelner Menschen. Denn ein Ehrenamt ist die Verpflichtung, stark zu sein und zwar: gemeinsam. Das macht das Ehrenamt zu einer unverzichtbaren Stütze, ohne die unsere Gesellschaft wie ein zartes Kartenhaus vermutlich zusammenfallen würde.
Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit - wie sie hier geschieht in dem Bezirk - ist ein Erfolg.

„Gewalt hat im Sport nichts zu suchen“

Foto copyright Frank Chudoba

Knut Kircher ist mit seinen einem Meter sechsunsneunzig nicht nur eine stattliche Erscheinung. Sein Charisma wird die Spieler in seinen 529 Partien als Unparteiischer beeindruckt haben. Von 1997 bis 2016 als DFB-Schiedsrichter, später auch FIFA-Schiedsrichter; in der Bundesliga leitete er von 2001 bis 2016 244 Spiele;
2012 erhielt er die Auszeichnung "DFB-Schiedsrichter des Jahres".
Als Mitglied des WFV-Vorstandes hatte er die Ehre, das Ehrenamt der Vereine auszuzeichnen.

Er erzählte von seiner Zeit als Schiedsrichterassistent und resultierte daraus:
"Es ist wichtig, dass wir miteinander schwätzen, wenn wir etwas bewegen wollen.

Das was sie (die Ehrenamtlichen) tun, teilweise als sogenanntes Schattentun: Man macht es einfach; man schwätzt gar nicht lange drüber; das ist nicht selbstverständlich.“

Er griff auch kurz die zunehmende Gewalt auf den Fußballplätzen auf.
"Gewalt hat in der Ausübung eines Sports gar nichts zu suchen - außer vielleicht in einer Kontaktsportart. Das kann kein Spaß machen." und kritisierte die verbalen und körperlichen Angriffe auf seine Schiedsrichter-Kollegen.

An die Ehrenamtlichen: 
"Es ist nicht selbstverständlich, was sie tun und es kann nicht hoch genug geschätzt werden.

Was und in welcher Breite Sie in den Vereinen leisten, wenn man sich einfach vor Augen hält: Was braucht es, damit 22 Spieler einfach ein bisschen kicken können? Was muss da das ganze Jahr nebenher organisiert werden, damit Fußballspiele statt finden können? 

Wir können sehr stolz sein als Württembergischer Verband, dass wir solche Leuchtturmvereine, dass wir solche Leuchtturm-Ehrenamtliche haben. Das verleiht uns als Verband innerhalb des DFB diese enorme Strahlkraft, die wir mit Ihnen haben. Deshalb sind wir äußerst dankbar,  dass es sie gibt. Für uns, die Bezirke, für die Vereine. Es sind aber nicht nur die, die ehrenamtlich tätig sind: Ich möchte auch Ihre Lebenspartner, Ihre Familie einbinden. Das Ehrenamt ist oftmals eine Familienangelegenheit. Sie werden freigestellt, dass Ihnen ermöglicht dieses Ehrenamt aktiv zu leben und auszuüben."

"Der Ehrenamtpreis sei ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Kein anderer Landesverband zeichnet Vereine in dieser Art aus. Alle Landesverbände zeichnen einzelne Ehrenamtliche aus, junge Ehrenamtler. Wenn wir schon was gemeinsam schaffen und bewegen, dann darf auch mal der gesamte Verein davon profitieren. Die Gemeinschaft. Das ist unheimlich wichtig."

In der Zeit, in der Knut Kircher dieses Amt des WFV-Vorstandes ausübt, habe er eine Hohe Qualität in den Vereinen erlebt, insbesondere im Bezirk Schwarzwald. Mit jeder Bewerbung spüre man, dass in den Vereinen wahnsinnig viel Herzblut drin stecke. Mit einer Selbstverständlichkeit, sich in den Orten zu engagieren, sich den Jungen anzunehmen.
"Wir müssen uns um den Nachwuchs bemühen, damit uns der Fußball erhalten bleibt. Das ist eine große Aufgabe heute, in der nicht selbstverständlich ist, Verantwortung zu übernehmen. Und in den massiven alternativen Angebot, das die Kinder auch haben; in der schnelllebigen Zeit, die wir alle erleben; und da ein Ehrenamt zu begleiten, einen Verein zu führen, einen Verein zu dienen: das verdient schon eine große Anerkennung."

 

Die Preisträger WFV Vereinsehrenamtspreis 2019

Foto copyright Frank Chudoba

Platz 3: JFV Oberes Donautal: 
Leitfaden: Verhaltensregeln auch für Eltern

Der JFV ist ein reiner Fußball-Zusammenschluss mit 273 Mitgliedern und 15 Mannschaften. Sie haben Verhaltensregeln erstellt. Für Betreuer, für Spieler, auch für Eltern. Knut Kircher zitierte daraus einen Absatz: „Die Eltern sollen doch anfeuern  und aufmuntern und dazu beitragen, dass ihr Nachwuchs Spaß, Freude und Begeisterung durch Fußball erleben kann. Das Zeigen von Enttäuschung durch negatives Zurufen oder abfälligen Kommentaren am Spielfeldrand und den Gegnern gegenüber ist fehl am Platze.“
Der letzter Absatz in den Verhaltensregeln lautet: „Noch eine große Bitte: Keine Kritik am Schiedsrichter. Achtet ihn genauso wie gegnerische Spieler und Eltern. Wir wollen gute Gastgeber und gute Gäste sein. Erkennt an, wenn gegnerische Teams besser sind. Seid Vorbild nicht nur für eure sondern auch für die anderen Kinder.“
Knut Kircher fasste zusammen: "Wir sind die Vorbilder der jungen Generation. Auch eine schwere Bürde. Aber auch eine Bürde, die sich lohnt zu tragen."
 

Foto copyright Frank Chudoba

Platz 2: SV Zimmern
Knut Kircher hatte sogar in seiner Jugend als Schiedsrichter Spieleinsätze beim SV Zimmern. Der SV Zimmern habe ein tolles Steckenpferd mit der Jugendakademie und der Kooperation mit dem SC Freiburg. In ihrer Bewerbung zum Vereinsehrenamtspreis habe der Sportverein mit zahlreichen Vereinsaktivitäten, denen mit entsprechenden Bildern Ausdruck verliehen wurde, die Jury überzeugt.
 

Foto copyright Frank Chudoba

Sieger: SpVgg Aldingen
Die Spielvereinigung ist ein reiner Fußballverein. mit 460 Mitgliedern und 12 Mannschaften. Dieser ist aktiv auch über den Fußballplatz hinaus. Sie richtet Schulturniere aus und sorgt so für Präsenz der Sportart Fußball.
Der Bau eines Ball- und Gerätehauses war mit viel ehrenamtliches Engagement möglich.
Zudem haben sie eine Kinderschiedsrichterausbildung mit 42 Kindern ausgerichtet, um die Grundregeln beizubringen. 
Als Gewinner des Vereinsehrenamtspreises erhielt der Aldinger Verein einen Preis im Wert von 2500 für Sportausrüstung und einen Scheck in Höhe 1000 EUR. Dazu gabe es einen Wimpel. Dieser sei der größte Wimpel,  der vom Verband herausgegeben wird, dazu nur 16x pro Jahr. "Es soll schon mal Vereine gegeben haben, die ein neues Vereinheim darum gebaut haben", scherzte man bei der Übergabe.

Die weitere Verleihung nahm der WFV-Bezirksvorsitzender Marcus Kiekbusch vor: 
"Jede einzelne Bewerbung, die eingegangen ist, konnte berücksichtigt werden. Lediglich die Platzierung musste in den jeweiligen Kategorien vorgenommen werden."

 

Wettbewerb „Junge Helden"

Es gab in dieser Kategorie acht Bewerbungen. Zwei wurde als DFB-Ehrenamtspreis eingestuft und hier nicht berücksichtigt. Die Preisträger 2019 werden zu einer 4-tägigen Bildungsreise nach Berlin eingeladen, der Gewinner sogar nach Barcelona.

Andre Müller - SV Mariazell
Seit 2015 Jugendtrainer, aktuell für die A-Jugend, verantwortlich für die Homepage, stellt sich nie in den Vordergrund.

Foto copyright Frank Chudoba

Moritz Depfenhard, FV Aichhalden

Für Festlichkeiten im Verein zuständig. >ls Jugendtrainer und Kassierer tätig; seit 2018 auch im Ausschuss des Vereines. Neben Fußball ist er auch im Fanfarenzug und der Narrenzunft aktiv. 

Foto copyright Frank Chudoba

Tobias Sommermann, Oberer Donautal
Seit der Gründung 2015 ist er Trainer der E- und C-Junioren, sogar aktiv als Koch im Verein.
 Er gehe als Beispiel voran.


Foto copyright Frank Chudoba


Entschuldigt fehlten die weiteren Preisträger David Hohner
 und Johannes Viereck.

 

Bezirkssieger Junge Helden:
 Sebastian Schilling

Foto copyright Frank Chudoba


Seit 1998 Mitglied im Sportverein. Seit zwei Perioden im Ausschuss tätig, aktuell als Jugendleiter.
 Er hat die Spielgemeinschaften auf dem Heuberg ins Leben gerufen und für die Ausstattung mit Trikots und Trainingsanzügen gesorgt. 
Zusammen mit weiteren 250 jungen Helden ist er zu einer 5-tägige Bildungsreise ins Fußballcamp nach Barcelona eingeladen, an der auch Knut Kircher als Referent anwesend sein wird.

Foto copyright Frank Chudoba

 

 


"Menschen helfen Menschen": Zwei Lebensretter

Foto copyright Frank Chudoba

Jürgen Sigrist (TGA Rottweil-Altstadt) und Daniel Ernst (SV Seedorf) retteten Tobias Keller bei einem Kreisligaspiel das Leben.
Am 28.04.2019 beim Spiel in der Kreisliga B zwischen der SGM TGA/FV 08 Rottweil II und dem SV Seedorf II brach der Spieler vom SV Seedorf ohne Fremdeinwirkung zusammen.
„Es war schnell klar, dass es hier etwas kleines !!!!!!cgewesen ist. Der Puls war weg; der Herzschlag war im Grunde nicht mehr da, und die beiden Herren Jürgen Sigrist und Daniel Ernst haben alles getan, was in ihrer Macht stand um diesen jungen Spieler zu helfen.
Per Reanimation. Nach 5 Minuten konnte er dem Notarzt übergeben werden, nach weiteren 45 Minuten per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Villingen geflogen werden.
", so der Bezirkvorsitzebde Marcus Kiekbusch. "Ihnen wurde besonderen Dank ausgesprochen, dass sie sofort gehandelt und nicht gezögert haben. Ohne diese Sofortmaßnahmen wäre es anders ausgegangen."
Zum Dank werden beide, zusammen mit Tobias Keller zum Essen in die Waldschänke in Schömberg eingeladen, ebenso zu einem Fußballspiel des VfB Stuttgart. Der Gerettete verstehe seinen Preis jedoch nicht, da er "ja nur Sorgen bereitet habe". Gefreut hat es ihn trotzdem.


Preisträger DES EHRENAMTspreises

Jeweils ausgezeichnet mit einer Urkunde und einer Uhr des DFB.

Damen:

Foto copyright Rottweil inside

Elisabeth Schilhanek - SV Rötenberg
Sie ist Kassiererin des Vereins
, seit 2008 ehrenamtlich tätig.
Ihr obliegt die Verantwortung für die Finanzen.

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Helga Stehle - SV Renquishausen
Sie ist seit 1983 Mitglied; Trainerin im Behindertensport seit 15 Jahren
und 
„Setzt sich für die Schwächsten ein“

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Claudia Krasser - SpVgg Aldingen
Sie ist seit 2001 im Verein; Spielerin bis 2015; Trainerin von 2003 bis 2011 für die Mädchen-Mannschaften; seit 2015 Trainerin bei den Bambini und F-Junioren.

Auch die Schwangerschaft habe sie nie von ihren ehrenamtlichen Engagement abgehalten.

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Erika Schilling - SV Renquishausen
Sie ist seit 1983 Mitglied und Gründerin der Behindertensportgruppe
.
Noch heute ist sie seit über 25 Jahren als Trainerin dieser Gruppe tätig.


Herren:

Foto copyright Rottweil inside

Joachim Müller - FC Göllsdorf
Er war Spieler in den 80er Jahren und Spielführer seiner Mannschaft;
von 2003 bis 2012 Beisitzer, seit 2013 Kassierer, dabei 
für die Werbung und das Sponsoring aktiv
. Aufgefallen sei auch "sein großes Talent im Schnitzelmachen"

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Anton Keller - SV Dürbheim
Er ist seit 1982 im Ehrenamt des Vereins tätig und habe dabei fast alle Funktionen durchlaufen: Als Jugendspieler, Spieler, Abteilungsleiter Turnen, Trainer, Hüttenwart.
Er war 15 Jahre erster Vorsitzender, seit 2018 Ehrenvorsitzender.


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Manuell Preuss - SV Mariazell
Er ist seit über 30 Jahre im Ehrenamt des Vereins tätig: Als Jugendtrainer, Organisator im Festausschuss, Vereinsjugendleiter und seit 2015 Kassierer im Verein.


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Frank Dorn - TV Wehingen
"Sein Herz gehört dem Ehrenamt der Jugend." Er hat erfolgreich die Spielgemeinschaft ins Leben gerufen, inklusive Trainergewinnung und Trainererhaltung. Er entwickelte ein eigenes Jugendkonzept. Seit 2012 ist er als Jugendleiter und Jugendtrainer tätig.

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Marc Heinzelmann - SV Rötenberg
Seit nunmehr 10 Jahren ist er als Schriftführer und im Ausschuss des Vereines tätig.

Foto copyright Rottweil inside

Manfred Hornig - SpVgg Aldingen
Er ist seit 1980 ehrenamtlich Im Verein tätig. 1980 als Finanzreferent. Als 1. Vorsitzender von 1981 bis 2002 und wieder ab 2004, zudem als Finanzreferent. 
Er baute aus einem Eisenbahnwaggon ein Sportheim und machte damit den Verein über die Landesgrenzen bekannt.

Marcus Kiekbusch wurde 1988 im selbigen Verein Schiedsrichter und hat Manfred Hornig als Vorstand schätzen gelernt. Umso mehr freute er sich, die Auszeichnung persönlich überreichen zu können.

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Armin Maier - FV Aichhalden
Er hat 400 Spiele im Verein geleistet, war von 1998 - 2008 im Hauptausschuss, dann im Wirtschaftsausschuss. Seit 1999 ist er für Festlichkeiten zuständig: Dazu gehören das Dorffest, die Teufelsnacht während der Fastnet und Tanz in den Mai

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Fabian Keller - SV Seitingen-Oberflacht
Er hat den Jugendbereich erfolgreich umstrukturiert. 


 

Der Sieger 2019 gründete einen Verein

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Jonas Baumgartner
Er gründete den Verein FC Suebia-Charlottenhöhe Rottweil im Jahre 2011.
Letzte Saison hat der Verein nur knapp den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst.
Aktuell ist er als Trainer und im Vorstand aktiv, war viele Jahre Spielführer.
Er verlangt für sein Ehrenamt keinen Cent und nimmt keine Ehrenamtspauschale an, und das, obwohl er zu jedem Training und Spiel aus Waldshut kommt.
„Durch die Gründung eines Fußballvereins haben Sie dazu beigetragen, dass viele Menschen zusammen kommen; dass viele Menschen eine große Fußballfamilie darstellen und Menschen sich engagieren.“

Der WFV hat deshalb eine Bewerbung beim DFB eingereicht.
Im kommenden Jahr gehört Jonas Baumgartner zum DFB-Club 100. Dazu gehört der Besuch eines Länderspiels und Teilnahme an der DFB-Gala. 

Mehr zum "Mr. Ehrenamt" auf der Webseite des Vereins

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Bewegende Trauerrede

Foto copyright Frank Chudoba

„Festhalten, was man nicht halten kann. Begreifen wollen, was unbegreiflich ist. Im Herzen tragen, was ewig ist.“
WFV-Bezirksvorsitzender Marcus Kieckbusch hielt schon vor Beginn der Preisverleihung eine bewegende Trauerrede für zwei zu früh verstorbenen Mitglieder des WFV.
Der Verband wird dazu die Blumen am Grab niederlegen, welche auf den Fotos am Rednerpult zu sehen sind. Mit dem Lied „Halleluja“ haben die Sängerin Steffi Flaig und Matthias Jakob am Keyboard noch den passenden musikalischen Rahmen gesetzt.
Wir wünschen den Angehörigen an dieser Stelle viel Kraft.


Weitere Informationen zum Ehrenamt und zu den Bewerbungsfristen für 2020 finden Sie auf www.wuerttfv.de


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