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Digitalisierung

10 Fragen zur Kommunalwahl
Rottweil, 16.05.2019 von Frank Chudoba
Im Bereich Digitalisierung ist in Rottweil genug Luft nach oben.
pexels.com CC0 Creative Commons

Digitalisierung ist derzeit das Wirtschaftsthema Nr. 1.
Bei der Umsetzung sind viele regionale Unternehmen noch Meilenweit vom den gesteckten Zielen entfernt.
Welche Hindernisse sehen Sie? Welche Maßnahmen zum Ausbau der Digitalisierung halten Sie für wichtig?


Die digitalen Möglichkeiten werden von den Unternehmen in der Stadt und im Landkreis Rottweil kaum genutzt. Im Rahmen einer Untersuchung haben wir im August 2018 alle bei Rottweil inside registrierten Unternehmen unter die Lupe genommen. Den Fokus setzen wir auf das sichtbare: Die Präsentation des Unternehmens mit Hilfe der eigenen Webseite, Nutzung von Marktplätzen, digitale Abwicklungen von Geschäftsprozessen (Bestellung, Terminbuchung, Online-Kundenservice/Beratung), Nutzung externer digitaler Medien zur Bekanntmachung ihres Unternehmens bis hin zur Kundenkommunikation selbst. Die komplexeren Digitalthemen - Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0, interne Prozesse zum Datenschutz, papierlose Verwaltung - haben wir sogar noch außer Acht gelassen. Im Zuge der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) haben sogar 15% der untersuchten Unternehmen ihre Webseite abgeschaltet. Mehr dazu:

Rottweiler Unternehmen nur unzureichend im Web aktiv

Zum Begriff "Digitalisierung" auf Wikipedia

In den kommenden Wochen wird Rottweil inside das Thema Digitalisierung in den Vordergrund stellen. Was fehlt den Unternehmen? Warum die Zurückhaltung? Wie die Stadt die Digitalisierung fördert? Welche Rahmenbedingungen geschafft werden müssen? Welche Chancen sich durch die Digitalisierung ergeben? Wie wird sich die Digitalisierung auf das Leben der Menschen in der Region auswirken?


FDP - Daniel Karrais:

Welche Hindernisse sehen Sie?
Die Breitbandinfrastruktur im Kreis Rottweil ist allenfalls befriedigend. Zwar hat der Landkreis die unwürdigen Zustände mit Bandbreiten <16 Mbit/s durch den Ausbau mittels Deckungslückenmodell beheben können. Dennoch blieb ein konsequenter Plan zum Ausbau von FTTB/H Infrastrukturen bis in alle Gebäude aus. Die Nachbarkreise sind bei der Planung weiter, wenn auch in der Umsetzung noch hinterher. Mittelfristig werden die benachbarten Regionen mit ihren gigabitfähigen Anschlüssen jedoch davon ziehen. Im Kreis Rottweil ist man auf Gedeih und Verderb dem derzeitigen Netzbetreiber ausgeliefert, da dieser mit seiner Marktmacht den Ausbau durch Drittunternehmen unattraktiv macht und zunächst andernorts, wo mehr Wettbewerb herrscht und mehr Kunden vorhanden sind, investieren wird. Der Kreis Rottweil muss nun jede Chance nutzen, um aus dieser misslichen Lage herauszukommen.
Die übrigen Fragen müssen die Unternehmen durch ihre Schaffenskraft und Innovationskraft meistern. Es ist nicht Aufgabe der Politik den Unternehmen die Digitalisierung nahe zu legen. Stattdessen muss eine leistungsfähige Infrastruktur geschaffen werden. Das schließt den Mobilfunk mit ein. 
Welche Maßnahmen zum Ausbau der Digitalisierung halten Sie für wichtig?
Öffentliches WLAN im Stadtgebiet wäre ein erster Schritt, um den Einsatz von Apps, insbesondere für den Einzelhandel und die Gastronomie möglich zu machen. Andere Städte sind hier schon weiter. Auch die Förderung oder Unterstützung einer Online-Plattform für den Einzelhandel wäre ein wichtiger Schritt um einen Nährboden für neue Ideen zu schaffen.

 

Forum für Rottweil (FFR) - Elke Reichenbach, Reiner Hils:

Rottweil beteiligte sich bereits 2015 am Breitbandausbau im Landkreis. Ich denke, das war der richtige Weg, um den Unternehmen die passende Infrastruktur zur Weiterentwicklung ihrer Digitalisierungsstrategie bieten zu können. Der nächste Schritt ist die weitere Digitalisierung der Rottweiler Schullandschaft, für die die Verabschiedung des bundesweiten Digitalpaktes den Weg frei gemacht hat.

 

Bündnis 90 / Die Grünen - Andreas Rebmann:

Entscheidend wird in den nächsten Jahren die Frage des flächendeckenden Ausbaus des 5G-Standards sein. Die milliardenschwere Versteigerung der Frequenzen samt damit verbundener Schaffung von doppelt- und dreifach-Strukturen wird gerade im ländlichen Raum keine Verbesserung bringen. 
www.giga.de

Dazu kommt, dass es gerade für den hier produzierenden Mittelstand wichtig ist schnelles Internet und damit eine flächendeckende Glasfaserversorgung zu haben: Auch im Sinne des Umweltschutzes, durch Vermeidung von Fahrwegen in Ballungsräume oder der Stärkung des innovativen Mittelstands, der sich zu seiner Präsenz vor Ort bekennt. 
Dazu müssen Kommunen auch bereit sein diese Investition zusammen mit Kreis, Land und Bund zu unterstützen. 

Wichtig ist auch, dass die Firmen und Bürger erkennen, dass wir mit der Digitalisierung Produktion, Vertrieb und Konsum sparsamer, effizienter und damit auch ökologisch nachhaltiger und verbraucherfreundlicher machen können und dass auch kommunale Unternehmen und Verwaltungen diesen Schritt gehen. Intelligente Stromnetze, digitale Verwaltung, aber auch die Wahrung der Persönlichkeitsrechte und der humanen Arbeitsbedingungen werden uns die nächsten Jahre beschäftigen. 
www.gruene.de/themen/digitalisierung

 

SPD - Arved Sassnick:

Bei der Digitalisierung  ”seien regionale Unternehmen “meilenweit entfernt von den gesteckten Zielen entfernt, schreiben sie. Die Frage hat doch etwas viel Unklarheit in sich: Sie nennen nicht die “gesteckten Ziele”, an denen sich die “meilenweite Entfernung” messen ließe. Meinen Sie Sicherheit gegen Hacking oder die Zahl der PC in der Firma oder die Aktualität der Software oder was sonst? Nebenbei werden sich die von Ihnen genannten “vielen regionalen Unternehmen” bedanken, so eingeschätzt zu sein. Ich zumindest habe keinen Überblick über den genauen Digitalisierungsstand unserer regionalen Firmen.


Bitte beachten Sie, dass die Antworten die Meinung der jeweiligen Kandidaten widerspiegeln und vom Programm der jeweiligen Partei abweichen könnten. Die Reihenfolge der Antworten stellt keine Gewichtung dar. Die Antworten wurden ungekürzt und unverändert übernommen. 
Alle zur Kommunalwahl antretenden Parteien haben unsere Fragen erhalten, doch nicht immer beantwortet.


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